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Alonso rudert zurück

"Alles ein Missverständnis"

Fernando Alonso Ferrari 2013 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonso spielt die jüngsten Turbulenzen bei Ferrari herunter. Einen Streit mit Präsident Luca di Montezemolo habe es nie gegeben. Der Chef des Hauses sei lediglich falschen Informationen aufgesessen. Seitdem das geklärt ist, herrscht bei Ferrari gespannte Ruhe.

22.08.2013 Michael Schmidt

Fernando Alonso hat sich in der Vierwochenpause seit dem GP Ungarn mit Meldungen auf den sozialen Netzwerken zurückgehalten. Der spanische Twitter-König verbreitete nur seine geliebten Samurai-Sprüche und berichtete brav über seinen exzellenten Fitnessstand. Kein Wort vom technischen Defizit des Autos, kein Wort von seinen Plänen für die Zukunft. Auch keine Aufklärung, warum Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo ihn zwei Tage nach dem Rennen in Ungarn öffentlich abgewatscht hatte.

Die lieferte Alonso in Spa nach. "Unser Präsident ist falschen Informationen aufgesessen. Zum Glück werden heute alle unsere Pressekonferenzen auf Band aufgezeichnet. So hat sich schnell aufgeklärt, was ich in Ungarn gesagt habe. Das war nichts anderes als in den Wochen zuvor. Dass wir als Team zusammenarbeiten und das Auto verbessern müssen."

Ferrari mehr im Fokus als andere Teams

Der Spanier sieht die Sonderstellung von Ferrari als Grund für Missverständnisse dieser Art. "Ich muss jeden Tag eine Pressekonferenz in drei unterschiedlichen Sprachen abhalten. Zwei davon sind nicht meine Muttersprache. Und wenn ich ehrlich bin, spreche ich nicht mal richtig spanisch. Ich komme aus dem Norden des Landes. Da kann schon mal etwas falsch rüberkommen."

Wer für Ferrari fährt, so Alonso, muss damit leben, dass aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. "Als ich auf den Young Drivers Test verzichtet habe, wurde sofort geschrieben: Alonso lässt Ferrari im Stich. Kimi war auch nicht bei dem Test in Silverstone. Bei dem fanden es alle cool."

Das Verhältnis zu Montezemolo, den Alonso "unseren Familienvater" nennt, sei wegen der Episode nicht im Geringsten beschädigt: "Ich habe jeden Tag mit dem Präsidenten telefoniert. Über das Team, meinen Urlaub und über den Saisonstart von Real Madrid."

"Die nächsten vier Rennen entscheiden"

Alonso hat trotz der bescheidenen Ergebnisse bei den letzten Rennen die Hoffnung auf den WM-Titel nicht aufgegeben. Der Weltmeister von 2005 und 2006 stellt dabei seine üblichen Rechenexempel an: "2010 lag ich 42 Punkte in der WM zurück und bin mit einem Punkt Vorsprung in das Finale von Abu Dhabi gegangen. Im letzten Jahr hatte ich 41 Punkte Vorsprung und war in Austin nur noch Zweiter."

Noch ist die Frage nicht geklärt, wer Red Bull und Sebastian Vettel am Ende herausfordern wird. "Mercedes ist in der Form von Ungarn ein WM-Kandidat. Kimi ist immer irgendwie bei der Musik und wir müssen jetzt beweisen, dass wir auch dorthin gehören", vergleicht Alonso. "Die nächsten vier Rennen werden entscheidend sein. Spa ist eine Strecke für mittleren Abtrieb. In Monza wird mit minimalem Anpressdruck gefahren, in Singapur mit maximalem. Wir haben für alle drei Rennen Ausbaustufen dabei. Danach werden wir wissen, wo wir stehen."

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