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Alonso springt unter Top 10

Pech für Button in Silverstone-Quali

Fernando Alonso - McLaren - GP England 2016 - Qualifying Foto: xpb 49 Bilder

Fernando Alonso geht vom neunten Rang in den GP England 2016. Der Spanier hätte auch weiter vorne stehen können. Doch die Stewards strichen ihm seine beste Zeit in Q3. Jenson Button kam nicht so weit. Er flog schon im ersten Durchgang raus, weil sich eine Heckflügelendplatte vom Unterboden löste.

09.07.2016 Andreas Haupt

In Österreich zog Jenson Button in den dritten Teil des Qualifyings ein. Diesmal war Fernando Alonso dran. Der Spanier schaffte in Q2 die neuntbeste Zeit. Im dritten Qualifying drehte er sogar die achtschnellste Bahn. Allerdings schritten die Aufpasser der FIA ein. Die Stewards strichen Alonso seine Zeit von 1:31.687 Minuten. Sie hätte gereicht, um sowohl Carlos Sainz als auch Nico Hülkenberg hinter sich zu halten.

Alonso in Turn 15 zu weit draußen

Der Grund war ein einfacher: Alonso geriet in seinem ersten Versuch im dritten Abschnitt mit allen vier Rädern über die weiße Linie der Streckenbegrenzung. „Leider haben wir von der Szene kein Video. Wir müssen in diesem Fall den Kommissaren vertrauen. Ich denke, es muss in der 15. Kurve passiert sein“, berichtete Alonso, der klagte: „Ich habe in der Kurve nichts gewonnen, sondern ein halbes Zehntel verloren. Aber das zählt scheinbar nicht.“

Die FIA fährt in Silverstone eine rigorose Linie. Wen es von der Strecke trägt, der wird bestraft. Auch Pole-Setter Lewis Hamilton strichen die Aufpasser die erste Zeit in Q3. In der Fahrerbesprechung am Freitag legte man sich auf die Null-Toleranz-Politik fest. Rennleiter Charlie Whiting sprach mit allen Piloten, die unisono ihr Einverständnis gaben. Es geht um drei Stellen. Copse (Kurve 9), Stowe (Kurve 15) und die Zielkehre. „In den anderen Kurven gewinnst du keine Zeit, wenn du über die weiße Linie gerätst“, erläuterte Jenson Button.

Durch die Rückversetzung von Sebastian Vettel rückt Alonso um eine Position auf. Der Doppelweltmeister von 2005, 2006 hofft auf ein gutes Rennen und Punkte. Alonso erwartet unterschiedliche Taktiken. „Wir werden verschiedene Strategien sehen von den Leuten in den Top 10 und außerhalb. Hoffentlich landen wir mit beiden Autos in den Punkten.“

Honda investierte Token

Alonso platzierte sich in allen bisherigen Sessions unter den besten zehn Fahrern. Von einem Wendepunkt in seiner zweiten Karriere bei McLaren will der Spanier nichts wissen. Er lobt stattdessen lieber die Arbeit seiner Truppe. „Die Strecke fordert Motorleistung und die Aerodynamik zugleich. Es ist gut, hier konstant im oberen Zeitentableau zu sein. Wir sehen die Fortschritte, die wir in den letzten zwei Monaten gemacht haben.“

Honda investierte zwei Token zur Verbesserung des V6-Triebwerks. Wie viel mehr Leistung das überarbeitete Aggregat hat, wollte Motorenchef Yusuke Hasegawa nicht verraten. Auch sei Silverstone nicht der ideale Ort, um den Fortschritt zu bemessen. Teamchef Eric Boullier hielt am Freitag fest. „Der Motor ist ein spürbarer Fortschritt.“ Doch McLaren-Honda braucht mehr. „Wir vermissen immer noch Leistung auf der Gerade. Wir können es zum Glück in den langgezogenen Kurven kompensieren“ analysierte Alonso.

Teamkollege Button hatte schon nach 18 Minuten im Qualifying Feierabend. Das Scheitern des Weltmeisters von 2009 war kurios. In seinem ersten schnellen Versuch löste sich eine der beiden Endplatten vom neuen Unterboden. „Ein Herstellungsfehler“, entschuldigte sich Boullier. Das Missgeschick passierte in der achten Kurve. Just bevor die fordernden schnellen Ecken von Copse, Maggotts, Becketts und Chapel auf den Briten warteten. „Das Heck verschlimmerte sich immer mehr“, fluchte Button. Mit mangelndem Anpressdruck erreichte er nur die 17.-schnellste Zeit. In der Garage versuchten die Mechaniker, den Flügel wieder mit dem Unterboden zu verbinden. Es dauerte zu lange. „20 Sekunden. Sonst hätten wir noch einen Angriff starten können“, berichtete Button.

Draußen oder nicht draußen?

Der Engländer stieg aus und schlich durch die Boxengasse. Plötzlich drehte er um, sprintete und hüpfte ins Cockpit zurück. McLaren witterte eine Chance, seinen Piloten vor dem Ausscheiden zu bewahren. „Wir haben die FIA darum gebeten, sich die Runden von Kevin Magnussen anzuschauen. Unserer Meinung nach war er außerhalb der Streckenbegrenzungen“, erklärte Boullier. Die Kommissare schritten nicht ein. „Zwischen Q1 und Q2 liegt zu wenig Zeit. Sie waren nicht in der Lage, rechtzeitig eine Entscheidung zu treffen“, so Button. Magnussen durfte weiterfahren. Button wieder aussteigen. Trotzdem glaubt er an einen guten Grand Prix vor seinem Heimpublikum. „Wir werden ein gutes Rennen und viel Spaß haben.“

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