Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1: Fernando Alonso in Malaysia

Alonso stiller Held des Rennens

Fernando Alonso Foto: dpa 63 Bilder

Fernando Alonso schrieb eine Nullrunde in Malaysia. Bis zu seinem Ausfall lag der Spanier auf Platz 9. Eigentlich kein Ergebnis für einen zweifachen Weltmeister. Doch Alonso vollbrachte ein Meisterstück. Er fuhr ab dem Start mit einem defekten Getriebe.

05.04.2010 Michael Schmidt

Der Fehler meldete sich bereits in der Aufwärmrunde zum Start. Beim Runterschalten spielte das Getriebe im Ferrari mit der Nummer acht verrückt. Kein gutes Omen, wenn man nur von Platz 19 startet und eigentlich vorhatte, durch das ganze Feld zu pflügen. Trotz des Mankos lag Alonso nach einer Runde schon auf Rang 16 und nach einer weiteren auf Platz 15. Direkt im Windschatten seines Teamkollegen Felipe Massa in einem intakten Ferrari.

Hoffnung auf Regen bei Ferrari

Bei ihrem Vormarsch blieb das Ferrari-Duo zunächst an den Toro Rosso hängen. Alonso und Massa hatten harte Reifen aufgezogen und hofften damit solange durchzuhalten, bis der Regen kommen würde. Doch der Regen kam nie. Nacheinander bogen die Gegner zum Reifenwechsel an die Boxen ab, so dass zum Schluss nur noch Alonso auf einem uralten Reifensatz um den Kurs rollte. Erst in der 36. Runde ließ auch Ferraris neuer Superstar die Reifen wechseln. Dann drehte der Spanier auf. In der 41. Runde fuhr er die zweitschnellste Runde des Rennens. 13 Runden vor Schluss hatte Alonso wieder Anschluss an die Kampfgruppe Massa-Button gefunden. Dort war allerdings Endstation.

Was zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnte: Alonso fuhr mit einem großen Handikap. Die Kupplung rückte beim Runterschalten erst dann wieder ein, als das Drehzahlfenster für den nächsttieferen Gang erreicht war. Die Elektronik verweigerte den Zwischengaseinsatz. "Beim Runterschalten ging das Getriebe bei jedem Gang zuerst in den Leerlauf. Erst beim Gasgeben sprang der nächsttiefere Gang rein. Ich habe dadurch bestimmt eine Sekunde pro Runde verloren", glaubt der Weltmeister von 2005 und 2006. Unter den Umständen war Alonso der Mann des Rennens. Er wurde dafür nicht belohnt.

Großes Geschenk an Red Bull

Als er zum wiederholten Male versucht hatte, an Jenson Button vorbeizugehen, meldete sich sein Motor in einer großen Rauchwolke ohne Vorwarnung ab. Das Triebwerk hatte Qualifikation und Rennen in Melbourne auf der Kurbelwelle, dazu Qualifikation und 54 Runden Sepang. Macht zusammen 795 Kilometer, also nicht mal die Hälfte der geforderten Lebensdauer. "Wir haben heute Red Bull ein großes Geschenk gemacht", ärgerte sich der Mann aus Asturien. "Zum Glück hat mich mein Motorschaden nur zwei und nicht 25 Punkte gekostet."

Damit hat Alonso jetzt schon große Probleme mit seinem Motorenpool. Der in Bahrain am Sonntagmorgen wegen verdächtiger Daten getauschte Ferrari-V8 darf den Regeln entsprechend nur noch in den freien Trainingssitzungen eingesetzt werden. Er fällt als Motor für Qualifikationen und Renneinsätze aus. In Sepang verlor Alonso bereits den zweiten Triebsatz aus seinem Acht-Motorenkontingent. Bei Ferrari sind jetzt die Logistiker gefordert. Sie müssen die Einsatzzeiten der restlichen Aggregate neu timen.

Umfrage
Wie fanden Sie das Rennen in Malaysia?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden