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Alonso

Top-Teams außer Reichweite

Foto: dpa 60 Bilder

Nach dem glücklichen dritten Platz in Australien zeigte die Formkurve von Renault in Malaysia deutlich nach unten. Mit der Formel 1-Spitze können sich die Franzosen aktuell nicht messen.

25.03.2008 Tobias Grüner

Ein einziges Pünktchen sprang am Ende für Ex-Weltmeister Fernando Alonso raus. Und den hatte er auch nur einer Nachlässigkeit von Felipe Massa zu verdanken, der sich unbedrängt ins Kiesbett drehte. Doch was ist los bei Renault? Eine Sekunde fehlt dem Werksteam im Schnitt auf die Spitze.

Wo die Zeit verloren geht weiß Alonso selbst nicht genau. "Bei einer Sekunde Rückstand braucht man aber auch nicht groß analysieren. Wir verlieren in jeder Kurve." Auch die Frage, ob es eher an der Aerodynamik des R28 liegt, oder ob der Motor schwächelt ruft beim ehemaligen McLaren-Pilot nur ein Schulterzucken hervor.

Es fehlt an Top-Speed

Dabei hat das Rennen in Sepang ein Manko deutlich gemacht. Renault fehlt es vor allem an Top-Speed. Im Rennen fehlten rund fünf km/h zu den Spitzenteams. Fast sinnbildlich ging Nick Heidfeld mit BMW-Power gleich an zwei Renault-befeuerten Piloten auf einmal vorbei. Beim dem Überholmanöver des Rennens kassierte der Mönchengladbacher mit scheinbarer Leichtigkeit sowohl Alonsos Werksboliden als auch den Red Bull von David Coulthard.

Weitere Erkenntnisse über die Stärke des Renault-Aggregats erhalten wir spätestens, wenn Toro Rosso zum Türkei GP das aktuelle Red Bull Chassis erhält. Wenn es ganz dumm läuft, fahren Vettel und Bourdais am großen Partner-Team vorbei. Renault-Teamchef Flavio Briatore will die aktuelle Situation allerdings nicht ganz so schwarz malen. "Wir hätten viel besser ausgesehen, wenn wir nicht ständig im Verkehr festgesteckt hätten", so die Entschuldigung.

Hamilton ist Schuld

Das Pech begann schon am Start, als Alonso gleich mehrere Piloten ziehen lassen musste. "Der Start ging in die Hose. Da hat er sich wohl zu sehr auf Hamilton konzentriert", flachst Briatore. Ansonsten macht Alonso noch das Beste aus dem Auto. Auch der Pilot resigniert: "Mehr ist momentan einfach nicht drin. Das ist das Maximum."

Vom Kräfteverhältnis sieht sich Alonso aktuell nicht in der Lage mit den drei Top-Teams zu kämpfen. "Die sind außer Reichweite. Wir stecken momentan mitten im Verfolgerfeld, welches bis Toro Rosso reicht." Das nächste Ziel laute daher, zuerst einmal an die Spitze dieser Gruppe zu kommen. "Wenigstens sind die Zweikämpfe im Mittelfeld aufregender", versucht Alonso der Situation noch etwas Gutes abzugewinnen. Diese Rolle kennt der Spanier bereits: Schon in den Jahren 2003 und 2004 musste er mit unterlegenem Material kämpfen.

Da ist es fast schon logisch, dass in der sportlichen Misere erneut Gerüchte aufkeimen, Alonso könne in naher Zukunft zu Ferrari wechseln. Vor allem nach den Fehlern von Felipe Massa, liegt eine solche Schlussfolgerung ja quasi auf der Hand. Diese Saison muss sich der Spanier allerdings noch gedulden. Wann es endlich zur unvermeidlichen Liaison mit den Italienern kommt, steht also noch in den Sternen. 

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