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Alonso träumt noch vom Titel

"Ich kann Punkte aufholen"

Alonso vs. Vettel - Formel 1 - GP USA - Austin - 17. November 2012 Foto: xpb 89 Bilder

Die Startaufstellung spielt Sebastian Vettel den ersten Matchball zu. Der Red Bull-Pilot feierte seine sechste Pole Position in dieser Saison. Fernando Alonso geht nur vom achten Startplatz ins Rennen. Trotzdem glaubt der Spanier, dass er im Rennen Punkte auf Vettel gutmachen kann. Weiß er mehr? Kurze Antwort: "Es ist nur so ein Gefühl."

17.11.2012 Michael Schmidt

Sitzt Fernando Alonso im falschen Film? Sebastian Vettel dominierte die Trainingstage zum GP USA nach Belieben. Bestzeit in allen drei freien Trainingssitzungen. Bestzeit in Q1, Q2 und Q3. Fernando Alonso wird vom achten Startplatz aus ins Rennen gehen. Trotzdem behauptet der Spanier tapfer: "Ich habe das Gefühl, dass ich im Rennen Punkte auf Vettel gutmachen kann. Fragt mich nicht warum, es ist nur so ein Gefühl."

Alonso braucht optimale Startrunde

Denkt der Ferrari-Pilot da an die Lichtmaschine im Red Bull? Zum ersten Mal tut im Rennen wieder eine Spezifikation des Alternators Dienst, die in Monza kaputtgegangen war. Sie wurde seitdem natürlich im Bereich der Lager modifiziert. Und die Lichtmaschine hat die nötigen 2.000 Kilometer abgespult, um sich für den Renneinsatz zu qualifizieren.

Als die Gesichter bei Ferrari nach dem Trainingsergebnis immer länger wurden, munterte Alonso seine Truppe auf: "Noch ist nichts verloren. Wir waren Siebter und Neunter in Abu Dhabi und sind im Rennen Zweiter und Siebter geworden. Wir sind hier in Austin wieder Siebter und Neunter. Das ist unsere normale Trainingsposition. Unser Tag ist der Sonntag. Das hat Abu Dhabi gezeigt. Es wird schwierig, aber nicht unmöglich."

Alonso weiß, dass er für sein Vorhaben Weltmeisterschaft eine optimale erste Runde braucht. "Die wichtigste Runde wird die erste. Ab dann wird es mit dem Überholen zäh. Aber ich hatte in den letzten drei Rennen super erste Runden. Das gibt mir Zuversicht."

DRS-Fenster nur schwer erreichbar

Sobald sich das Feld einmal aussortiert hat, wird es mit dem Vorwärtskommen schwierig. Die Reifen bauen kaum ab. Fast alle erwarten ein Einstopprennen. Einziges Fragezeichen ist der linke Vorderreifen. Der könnte bei hohem Verschleiß einige Fahrer zu einem frühen Boxenstopp zwingen.

Auf Reifenprobleme der Konkurrenz muss Alonso hoffen, wenn er später im Rennen Plätze gutmachen will. Er braucht bei einem Sieg von Vettel mindestens einen vierten Platz. Nur dann sind seine WM-Chancen bis zum Finale in Brasilien intakt. "Das Überholen ist hier schwierig, weil der Abstand zum Vordermann für die Aktivierung von DRS gleich nach dem schnellen Geschlängel gemessen wird. Es ist schwierig, da bis auf eine Sekunde an den Vordermann ranzufahren."

Zweieinhalb Stunden durfte Fernando Alonso noch hoffen, dass er in der Startaufstellung noch zwei Plätze nach vorne rückt. Mark Webber war im Q1 an der Waage vorbeigefahren und musste zur Wiegeprozedur zurückgeschoben werden. Der Australier bekam eine Verwarnung. Michael Schumacher wurde zur Rennleitung gebeten, weil er Alonso im Q1 behindert haben soll. Der Mercedes-Pilot wurde frei gesprochen. Zu Recht. "Ich war auf einer Aufwärmrunde, Fernando war auf einer Aufwärmrunde. Warum soll ich ihm da Platz machen?"

Ferrari im Quali mit angefahrenen Reifen

Ferrari verfluchte wieder einmal die Reifen. "Wir haben sie zu spät auf Temperatur gebracht", ärgerte sich Felipe Massa, der zum zweiten Mal in dieser Saison vor Alonso ins Rennen startet. "Ich war in Q1 und Q2 schneller als im Q3. Das lag daran, dass ich da mehr Runden fahren konnte. Mit jedem Umlauf kam mehr Temperatur in die Reifen. Wir hätten im Q3 ein paar Runden mehr gebraucht, um auf bessere Zeiten zu kommen." Alonso ging es genauso. Trotzdem steht er hinter Massa. "Felipe hat einen besseren Job als ich gemacht. So einfach ist das", gab der WM-Zweite zu Protokoll.

Ferrari hatte aus der Not heraus alle Reifen für die Qualifikation angefahren. War es ein Fehler, nicht doch auf neuen Sohlen zu starten? "Ich glaube, es hätte keinen Unterschied für uns gemacht", schüttelt Alonso den Kopf. Massa gibt ihm Recht. Red Bull-Berater Helmut Marko zweifelt: "Ich sehe in der Aktion keinen Sinn." Darauf entgegnet Massa: "Wenn unser Auto so viel Abtrieb wie der Red Bull hätte, wären wir auch mit neuen Reifen losgefahren."

Vettel fährt Räikkönen hinterher

Für Vettel schien die 36. Pole Position seiner Karriere nur eine Formsache. So überlegen war der Titelverteidiger in dieser Saison überhaupt noch nie. Deshalb hat es ihn dann doch überrascht, dass ihm Lewis Hamilton im Q3 bis auf 0,109 Sekunden nahekam.

Der McLaren-Pilot profitierte aus der Not heraus von Reifen, die genau im Arbeitsfenster lagen. Weil ihm die Zeit davonlief, musste er zwei Chaosrunden am Stück drehen. Da kamen die Reifen automatisch auf Temperatur. Vettel sah darin auch den Schlüssel zu Hamiltons Superzeit. "Ich konnte nicht zwei schnelle Runden am Stück drehen, weil ich den Rhythmus von Kimi mitgehen musste, der vor mir lag."

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