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Alonso über Ferrari und das Karriereende

"Mit McLaren schließt sich der Bogen"

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP China - Shanghai - 9. April 2015 Foto: ams 93 Bilder

Fernando Alonso lernt die Formel 1 von einer Seite kennen, die ihm zuletzt aus dem Jahr 2009 bekannt ist. Sein McLaren-Honda ist weder zuverlässig noch konkurrenzfähig. Zeit, um über andere Dinge zu sprechen.

09.04.2015 Michael Schmidt

Für Fernando Alonso sind die ersten Rennen des Jahres die Fortsetzung der Testfahrten. Ein Doppelausfall wie beim GP Malaysia mit eingeschlossen. "Wir konnten unsere Vorbereitung bei den Wintertestfahrten nicht abschließen, weil wir zu wenig Kilometer gefahren sind. Deshalb lernen wir manche Probleme erst jetzt kennen. Und immer wenn wir zwei gelöst haben, besteht die Gefahr, dass ein neues hinzukommt. Unser wichtigstes Ziel in Shanghai ist es deshalb, ins Ziel zu kommen."

Alonso lobt die Grundcharakteristik des McLaren-Honda

Der Spanier traut sich nicht zu sagen, wann McLaren über den Berg sein wird. "Die Honda-Ingenieure arbeiten unter Hochdruck. Aber es gibt noch viele Dinge, die wir lernen und verbessern müssen. Die Charakteristik des Autos ist gut. Es ist einfach zu fahren, und es hat eine gute Balance. Aber wir brauchen nicht nur mehr Power, sondern auch mehr Abtrieb. Wir bezahlen jetzt den Preis für unsere fehlenden Testkilometer."

Der Sieg von Sebastian Vettel wirft eine Frage auf, die Alonso erwartet hat. War es richtig, Ferrari zu verlassen? "Ich bin fünf Jahre für Ferrari gefahren und war dreimal Zweiter. Wenn Ferrari am Ende des Jahres wieder nur Zweiter wird, dann war meine Entscheidung richtig. Sollten sie Weltmeister werden, müsste man noch einmal darüber nachdenken."

"Ich will im November Weltmeister sein"

Alonso warnt, den guten Saisonstart seines Ex-Teams überzubewerten. "Das hatte ich auch ein paar Mal. Einen guten Saisonstart, und dann sind wir zurückgefallen. Ich wollte nicht mehr im April erster sein, sondern im November."

Der zweifache Weltmeister hat nach eigenen Worten gelernt, mit der schwierigen Situation im Augenblick um zu gehen. "Das ist die Gnade des Alters und des Erfolges, den ich hatte. Da blickst du über den Tellerrand hinaus. Auch wenn ich als Sportler immer noch gewinnen will mit allem was ich habe, sind heute manche kleine Siege wichtiger als die großen. Zum Beispiel, wenn wir mit McLaren den nächsten Schritt schaffen. Oder das letzte Jahr mit Ferrari. Ich bin nicht Weltmeister geworden, aber ich bin so gut gefahren wie nie zuvor. Wie man am Vergleich mit Kimi gesehen hat."

McLaren-Honda ist Alonsos letzte Herausforderung. Im Alter von 34 Jahren bleibt ihm nicht mehr viel Zeit. "Als kleines Kind bekam ich von meinem Vater eine Replika des McLaren-Honda geschenkt. Jetzt sitze ich im richtigen McLaren-Honda. So schließt sich zum Ende meiner Karriere der Bogen."

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