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Alonso und Massa mit harten Reifen

Ferrari-Poker macht Red Bull nervös

Fernando Alonso GP Deutschland 2013 Foto: xpb 82 Bilder

Die Ferrari-Piloten starten beim GP Deutschland nur aus der vierten Startreihe. Doch sie könnten das große Los der Woche gezogen haben. Fernando Alonso und Felipe Massa beginnen das Rennen auf der harten Reifenmischung. Red Bull macht sich Sorgen.

06.07.2013 Michael Schmidt

Es ist ein riskanter Poker, doch er könnte aufgehen. Ferrari klinkte sich im Abschlusstraining aus dem Kampf um die besten Startplätze aus und bestückte seine beiden Autos im Q3 mit den Medium-Reifen. Das ist die harte Option, die über eine Sekunde langsamer war als der Soft-Reifen. Alle Autos vor Felipe Massa und Fernando Alonso werden auf den weichen Sohlen ins Rennen gehen.

Ferrari traf die Entscheidung aufgrund der Erkenntnisse in Q2. "Wir sind Rundenzeiten von 1:29.8 Minuten gefahren", erklärte Alonso. "Viel mehr war nicht drin. Ob ich jetzt mit weichen Reifen Sechster bin oder mit harten Reifen Achter, spielt keine große Rolle. Hamiltons Pole Position-Zeit war ein bisschen zu schnell für uns."

Drei Gründe sprechen für Ferraris Poker

Die Ferrari-Taktik könnte aus drei Gründen aufgehen. Das fürchtet auch Red Bull-Berater Helmut Marko. "Die weichen Reifen halten nicht länger als fünf bis sechs Runden. Die harten sollten zehn Runden mehr überstehen. Wenn wir alle beim ersten Stopp auf die Medium-Reifen wechseln, stehen wir hinter ihnen an."

Dazu kommt, dass sich Alonso und Massa für den Rest des Rennens drei frische Reifensätze aufgehoben haben, zwei von der Mischung medium, einen soft. "Den weichen werden sie ganz am Ende des Rennens fahren, und da könnte er länger halten, weil immer mehr Gummi auf die Strecke kommt", mutmaßt Marko.

Noch etwas spricht für Ferrari. Am Renntag soll es noch heißer werden. Schon bei den 42 Grad Asphalttemperatur in der Qualifikation kamen die harten Gummis schnell in den Arbeitsbereich. Ideale Bedingungen für Rot also. Alonso bestätigt: "Die hohen Temperaturen sollten uns im Rennen noch mehr Vorteile geben. Ich glaube, wir haben eine gute Strategie."

Ferrari schlägt nach Silverstone-Tief zurück

Dazu kommt, dass Ferrari wieder zur alten Form zurückgefunden hat. Alonso zeigte sich erleichtert: "In Silverstone waren wir bis zu 1,5 Sekunden weg. Hier ist es eine knappe halbe Sekunde, also zurück zu normalen Verhältnissen."

Ferrari hat inzwischen die Pleite von Silverstone analysiert. Die Ingenieure vergaloppierten sich mit der Fahrzeugabstimmung und merkten zu spät, dass sie auf dem Holzweg waren. Die Fahrer verloren vor allem in den langsamen Passagen viel Zeit.

Alonso gibt auf die Trendwende nicht viel. "Dieses Rennen hier am Nürburgring ist wenig aussagekräftig, weil wir mit den Reifen hier nur ein einziges Mal fahren. Erst in Ungarn werden wir wissen, wohin die Reise geht."

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