Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Alonso wartet noch mit Bilanz

"Hoffentlich kommt Wunder aus Japan"

McLaren - Formel 1 - GP Singapur - 17. September 2015 Foto: ams 102 Bilder

Die beiden schlimmsten Rennen hat McLaren-Honda hinter sich. Singapur könnte nach Einschätzung von Fernando Alonso und Jenson Button das beste werden. Die Gewitter-Stimmung von Monza ist für ein Wochenende verflogen. Alonso klammert sich weiter an die Hoffnung, dass alles gut wird.

17.09.2015 Michael Schmidt

Ist der GP Singapur von der Papierform die größte Chance für McLaren-Honda zu glänzen? Fernando Alonso glaubt ja: "Von der Bedeutung des Motors für die Rundenzeit ist es nach Monte Carlo und Budapest nur die drittbeste Strecke. Aber wir haben heute ein viel besseres Auto als in Monte Carlo. Da befanden wir uns quasi noch mitten in den Wintertests. Deshalb ist es unter dem Strich die beste Chance für uns."

Jenson Button glaubt sogar: "Mercedes, Ferrari und Red Bull sind hier nicht zu schlagen. Wenn alle 3 Teams ihre beiden Autos durchbringen, dann wird sich der Rest um Platz 7 schlagen. Und wir sind dabei." Für Button hat die Sommerpause gefühlt 8 Wochen gedauert: "Spa und Monza fühlte sich aus unserer Sicht nicht wie echtes Rennen an."

Auch Alonso gibt zu: "Wenn nur noch die beiden Manor langsamer sind als du, ist das einfach zu wenig. Kommt dann im Kampf um Platz 17 noch ein Ausfall kurz vor Schluss wie in Monza dazu, dann sagst du dir: Es wäre besser schon in der ersten Runde passiert."

Nach Alonsos Worten ist es nicht das erste Mal, dass er nach einem Ausfall wutentbrannt seine Handschuhe in die Ecke feuert: "Das passiert mir zuletzt regelmäßig jedes Mal, wenn ich aus dem Auto steige. In Monza war es zum ersten Mal am Fernseher zu sehen."

Erwartungen von McLaren nicht erfüllt

Die McLaren-Piloten reden offener seit Spa über ihren Frust. Honda soll nicht glauben, dass die Welt voller Geigen hängt. Die guten Aussichten für Singapur haben die Wogen im Team nach den Pleiten von Spa und Monza allerdings wieder etwas geglättet.

Alonso kehrte zurück zur alten Langspielplatte, wonach mittelfristig nur die Kombination McLaren Honda die übermächtigen Mercedes herausfordern kann. "Wenn du sie schlagen willst, musst du etwas anders machen als sie. Ich finde, dass die Mercedes-Kundenteams sich viel größere Sorgen machen müssten als wir. Sie haben den besten Motor und fahren trotzdem hinterher."

Alonso glaubt immer noch daran, dass sein Wechsel richtig war. Auch wenn er mittlerweile zugibt: "Wir sind hinter unseren eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Aber ich vertraue McLaren. Ich kenne die Projekte für nächstes Jahr, und sie stimmen mich zuversichtlich. Und ich sehe an diesem Jahr, dass wir Schritt für Schritt besser werden." Die Herausforderung ist die Herausforderung, ein neues Projekt wachsen zu sehen. "So etwas hatte ich noch nie in meiner Karriere. Es wird aus mir einen kompletteren Rennfahrer machen."

Auf die Frage, wann ihm dabei die Geduld ausgeht, antwortet der Spanier: "Ich werde erst nach meinen drei Jahren bei McLaren Bilanz ziehen. Erst dann werde ich wissen, ob meine Entscheidung für McLaren-Honda die richtige war."

Doch glaubt er angesichts des riesigen Vorsprungs von Mercedes tatsächlich daran, innerhalb von 2 Jahren die Lücke schließen zu können? Alonso denkt kurz nach und antwortet dann diplomatisch: "Nur die zwei Mercedes-Fahrer fahren um den Titel, und alle anderen hoffen auf ein Wunder. Ich hoffe, das Wunder kommt aus Japan."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden