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Alonso-Wechsel zu McLaren?

"Würden ihn nehmen, wenn er frei wäre"

Fernando Alonso GP Singapur 2013 Foto: xpb 94 Bilder

Zuerst Red Bull. Dann ein Jahr Pause. Jetzt McLaren. Die Spekulationen um Fernando Alonso reißen nicht ab. Wie bei Red Bull gießen die vermeintlichen Interessenten mit zweideutigen Aussagen Öl in das Feuer.

20.09.2013 Michael Schmidt

Der Fall Fernando Alonso kommt nicht zur Ruhe. Seit dem GP Ungarn werden dem Spanier alle möglichen Kontakte angedichtet. Trotz eines Vertrages mit Ferrari bis 2016. Zuerst hat er sich angeblich Red Bull angedient. Aus Frust, weil Ferrari mit Kimi Räikkönen zu flirten begann. Macht wenig Sinn. Wenn einer Räikkönen in einem Team, in dem er seit vier Jahren der König ist, aus dem Weg gehen will, dann tut er sich nicht Sebastian Vettel in einem Team an, das der wie seine Westentasche kennt.

Alonsos Management wollte bestenfalls einen Warnschuss an Ferrari abgeben. Und Red Bull hat mitgespielt. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo tappte voll in die Falle. Es war vermutlich der Hauptgrund, warum Ferrari sich wieder mit Räikkönen angefreundet hat. Um sich für den Worstcase abzusichern.

Welcher Teamchef ist nicht an Alonso interessiert?

In Singapur tauchte ein neues Gerücht auf: Alonso zu McLaren. Befeuert wurde die Geschichte durch McLarens Verzögerungspolitik. Teamchef Martin Whitmarsh erzählt alle zwei Wochen, dass man mit Jenson Button und Sergio Perez praktisch handelseinig sei, er meldet aber keinen Vollzug.

Irgendwann wurden eins und eins zusammengezählt und Alonso mit McLaren verheiratet. Teamchef Martin Whitmarsh antwortete auf die Frage, ob er den Spanier verpflichten würde. "Ich würde, wenn ich könnte. Welcher Teamchef würde das nicht. Alonso ist ein unglaublicher Fahrer. Wir würden Ihn nehmen, wenn er frei wäre."

Alonso eine McLaren-Option für 2015

Das ist der Punkt. Alonso ist vertraglich an Ferrari gebunden, und man kann sich schwer vorstellen, welche Ausstiegsklausel es dem Ex-Weltmeister ermöglichen sollte, sein Team vorzeitig zu verlassen. Einer, der nach 13 Rennen noch theoretische Chancen auf den Titel hat, kann seinem Arbeitgeber schlecht vorwerfen, ihm minderwertiges Material zur Verfügung gestellt zu haben.

Whitmarsh sieht deshalb keine großen Chancen für die kommende Saison. Er setzt aber darauf, dass Alonso und Räikkönen sich 2014 in die Haare bekommen und stellt die rhetorische Frage: "Glaubt irgendjemand, dass Fernando und Kimi eine Fahrerpaarung für die Ewigkeit ist?" Soll heißen: Für 2015, dem ersten Jahr mit Honda, macht sich McLaren durchaus Hoffnungen.

Angst vor dem Motor, nicht vor Räikkönen

Für McLaren würde Alonso durchaus Sinn machen. Ein Fahrer seines Niveaus ist für jeden Rennstall attraktiv. Trotz der gemeinsamen Vergangenheit. Alonso hatte McLaren 2007 im Spionagefall an die FIA verraten. Außer dem damaligen Teamchef Ron Dennis interessiert das in Woking offenbar keinen mehr. Und Dennis ist raus aus dem operativen Geschäft.

Wenn es um den Erfolg geht, werden offenbar alle alten Geschichten über Bord geworfen. Räikkönen ist trotz der Entlassung 2009 ja auch wieder zu Ferrari zurückgekehrt. Angeblich hat sich der Alonso-Clan bei McLaren erkundigt.

Sein Motiv hat vielleicht gar nichts mit Räikkönen zu tun. Obwohl es keine belastbaren Daten gibt, hält sich der Glaube, dass Mercedes 2014 die beste Antwort auf das neue Motoren-Reglement hat. Alonso sollte wissen, wie es um den neuen Ferrari-Motor steht. Jetzt kommen wieder die Spekulanten ins Spiel: "Vielleicht macht ihm das Angst."

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