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Der Weltmeister-Plan von Alonso

Fünf Mal in Folge aufs Podest

Fernando Alonso Foto: xpb 11 Bilder

Der Fünfkampf in der Weltmeisterschaft überstrahlt alles in der Formel 1. Hochrechnungen haben Konjunktur. Red Bull müsste für Singapur das beste Auto haben, sagen Experten. Die McLaren-Fahrer und der einsame Ferrari-Kämpfer Fernando Alonso stellen andere Rechnungen auf.

24.09.2010 Michael Schmidt

Alonso, Vettel, Hamilton, Button oder Webber? Fünf Rennen vor Schluss will sich keiner der fünf WM-Kandidaten eine Blöße geben. Stärke zeigen, gehört zur psychologischen Kriegsführung. Red Bull geht als Favorit in das Nachtrennen von Singapur, weil die dunkelblauen Autos schon in Monte Carlo und Budapest eine Klasse für sich waren. Dazu kommt, dass Adrian Newey mit einem neuen Frontflügel und einem neuen Unterboden mächtig aufgerüstet hat.

Sebastian Vettel zieht 2009 als Vergleich heran: "Wir waren letztes Jahr schon stark in Singapur. McLaren hat zwar gewonnen, aber nur dank KERS. Das haben sie dieses Jahr nicht mehr an Bord." Teamkollege Mark Webber urteilt gleich über das gesamte Restprogramm: "Diese Saison hat gezeigt: Es gibt nicht viele Rennstrecken, auf denen wir nicht konkurrenzfähig sind." Monza vielleicht, doch das ist jetzt abgehakt.

Hamilton glaubt nicht an Prognosen

Lewis Hamilton hält nichts mehr von Prognosen der Art, dass man Rennstreckentypen miteinander vergleicht und dann hochrechnet, wer wo schnell sein könnte. Sein McLaren ist nach Expertenmeinung für Singapur und den nächsten Schauplatz Suzuka nicht gerade maßgeschneidert. "Das gilt doch alles schon gar nicht mehr", ereifert sich der WM-Zweite. "In den letzten Monaten haben sich die Autos so stark verändert, dass ich mir Vorhersagen abgeschminkt habe. Ich weiß nicht, wie stark wir in Singapur sein werden."

Sein Stallrivale Jenson Button schlägt in die gleiche Kerbe, nur mit anderen Argumenten. "Mit Budapest kannst du Singapur nicht vergleichen. Budapest hat mittelschnelle, flüssige Kurven. Hier ist alles langsam und eckig. Und die Bodenwellen sind anders." Auch Monte Carlo kann als Maßstab nicht herhalten, sagt Button. "Das ist zu lange her. Unser Auto geht seitdem viel besser über die Randsteine und Bodenwellen, und wir habe eine bessere Traktion." Beide McLaren-Fahrer gehen mit einer klaren Ansage in den Schlussspurt der WM: Angriff ist die beste Verteidigung. "Auf Abwarten zu fahren wäre die falsche Taktik", unterstreicht Hamilton.

Ferrari ist die große Unbekannte

Button hofft auch, dass die strengeren Regeln in Bezug auf die Biegsamkeit der Frontflügel und des Unterbodens die Konkurrenz von Red Bull und Ferrari ein paar Zehntel gekostet haben. "Wir werden erst in Singapur sehen, ob die schärferen Kontrollen einen Einfluss haben." Sebastian Vettel winkt ab. "Wenn sie daran glauben, träumen sie." Ferrari ist für Button die große Unbekannte. "Sie haben in den letzten Rennen mehr Punkte geholt als alle anderen. Es wäre ein Fehler, sie abzuschreiben."

Fernando Alonso sieht das genauso. Der Spanier betrachtet Monza als Wendepunkt. Seitdem arbeitet der in Spa zum dritten Mal modifizierte Unterboden nach Wunsch. "Wir sind nicht die Besten in langsamen Kurven, nicht die besten in schnellen Kurven und nicht die schnellsten auf der Geraden. Aber wir sind überall bei der Musik. Ich erwarte von uns weniger Schwankungen als von den anderen."

Alonso spielt Motorennachteil herunter

Auf die Motorknappheit angesprochen, relativiert der Spanier: "Es stimmt, dass wir keine Reserve mehr in der Hinterhand haben. Mit den Rennmotoren liegen wir aber im Plan. Nur, wenn noch ein Motor am Samstag oder Sonntag platzt, haben wir ein Problem. Das gleiche trifft aber auch für McLaren und Red Bull zu."

Alonso hat als einziger der fünf WM-Kandidaten einen klaren Plan: "Ich will fünf Mal in Folge auf das Podest kommen. Wenn ich das schaffe, bin ich automatisch am Ende ganz vorne dabei." Das Rechenmodell des Spaniers sieht so aus. WM-Spitzenreiter Mark Webber hat in 14 Rennen im Schnitt 13,3 Punkte gesammelt. Wer die restlichen fünf Rennen jedes Mal auf dem Podium landet, hat mindestens einen Punkteschnitt von 15.

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