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Alonso will nicht aufgeben

"Americas Cup zeigt, dass es Wunder gibt"

Fernando Alonso GP Korea 2013 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonso hat zwar die Hoffnung auf den WM-Titel noch nicht aufgegeben, ist aber Realist genug, dass es dafür ein kleines Wunder braucht. Ferrari und er nehmen sich den Americas Cup als Vorlage, bei dem die USA einen 1:8 Rückstand in einen 9:8 Sieg umwandelte.

03.10.2013 Michael Schmidt

Angeblich war es ein Krisentreffen, diese Woche zwischen Fernando Alonso und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. So schrieb es die italienische Presse. Für Alonso war es lediglich einer von vielen Routinebesuchen in Maranello. "Immer, wenn ich dort bin, schaue ich beim Präsidenten vorbei. Er will von mir meine Meinung zu den Stärken und Schwächen des Teams hören, ich erkundige mich bei ihm über neue Projekte und neue Leute."

Beim letzten Besuch kamen auch die Titelchancen zur Sprache. Alonso schenkte seinem Capo reinen Wein ein: "In Singapur hatten wir das viertschnellste Auto. Da wir kaum noch neue Teile ans Auto bringen, können wir nicht erwarten, dass wir plötzlich an der Spitze fahren."

Ferrari-Speed reicht nicht, Red Bull herauszufordern

Der Plan für Korea ist wie auch bei den letzten Rennen. "Wir müssen versuchen, in der Qualifikation so weit vorne wie möglich zu landen. Dann können wir unsere Stärken im Rennen besser ausspielen. Solange wir weiter Punkte auf Vettel verlieren, werden die Hoffnungen auf den Titel kleiner."

"Wir haben nicht den Speed, Vettel unter normalen Umständen zu schlagen. Wenn alles nach Plan läuft, steht er hier auf der Pole Position und gewinnt. Wir brauchen Glück. Und wenn das Glück eintritt, müssen wir sicherstellen, dass wir dann auch in der Position sind, dieses Glück zu nutzen."

Alonso und Montezemolo stimmten überein, dass man die Hoffnung trotz der fast aussichtslosen Lage nicht aufgeben dürfe: "Der Americas Cup hat uns gezeigt, dass alles passieren kann." Da gewann USA den Pokal, obwohl man gegen Neuseeland bereits mit 1:8 im Rückstand lag.

Vielleicht beginnt das Wunder ja schon in Korea. Am Sonntag könnte es regnen. Alonso warnt jedoch: "Der Red Bull hat den meisten Abtrieb. Das ist auch im Regen ein Vorteil. Das einzige, was bei wechselnden Wetterbedingungen hinzukommt, ist der Faktor Glück und Pech. Das kann für dich, aber auch gegen dich spielen."

Vettel in Singapur nur eine Sekunde schneller

Alonso räumt ein, dass die Situation mit der Sensation im Segelsport nicht ganz vergleichbar ist. Im Americas Cup gebe es zwei Gegner. In der Formel 1 fahren noch ein paar andere mit. Mercedes und Lotus können Ferrari Punkte wegnehmen. Und dann ist da noch der technische Vorteil von Red Bull.

Alonso lassen die Diskussionen um die elektronischen Tricks des Gegners kalt. "Wir wissen seit den Testfahrten in Barcelona, dass Red Bull die Zylinderabschaltung anders handhabt als alle anderen. Da die Autos sämtliche technischen Abnahmen bestehen, sind sie auch legal. Es liegt an uns, in diesem Gebiet besser zu werden."

Vettels Galavorstellung in Singapur erklärt sich nach Ansicht von Alonso mit der Streckencharakteristik: "Da konnten sie ihre Vorteile optimal ausspielen. Der Vorsprung betrug auch nicht 2,5 Sekunden, wie viele Leute behauptet haben. Nach der Safety-Car-Phase hingen wir alle hinter Rosberg fest, und der fuhr extrem langsam. Im letzten Stint hatte Vettel als einziger von uns einen frischen Satz weicher Reifen. Der Vorsprung betrug in Wirklichkeit vielleicht eine Sekunde. Das ist natürlich immer noch zu viel."

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