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Fernando Alonso

Alonso wird 30: "Sieben Titel nicht mehr möglich“

Fernando Alonso - GP England - Training - Silverstone - 8. Juli 2011 Foto: xpb 94 Bilder

Vor acht Jahren machte sich Fernando Alonso am Hungaroring zum jüngsten Formel 1-Sieger der Geschichte. Seitdem hat er zwei WM-Titel und 27 GP-Siege abgeräumt. An die Einstellung von Michael Schumachers Rekord glaubt der Spanier nicht mehr.

29.07.2011 Michael Schmidt

Der 30. Geburtstag ist ein guter Augenblick Bilanz zu ziehen. Fernando Alonso zählt zu den Superstars der Formel 1. 2003 gewann er am Hungaroring sein erstes Formel 1-Rennen. Seitdem hat er 27 Grand Prix und zwei WM-Titel in seiner Bilanz stehen. Er ist der heimliche Chef von Ferrari, und er hat einen Rentenvertrag bis 2016. Der Spanier verdient jenseits von 20 Millionen Euro pro Jahr und zählt damit zu den Großverdienern in dem Geschäft.

Sieben Titel nicht mehr möglich

Trotzdem bleibt ein Makel. Der letzte Titel liegt fünf Jahre zurück. "Ich habe 2007 und 2010 bis zum letzten Rennen um die WM gekämpft. Aus vier Chancen habe ich zwei Titel gemacht. Das ist ein akzeptabler Schnitt. Wäre ich nur einmal Weltmeister geworden, müsste ich mir Vorwürfe machen."

Auf die Frage, ob der Rekord von Michael Schumacher noch ein Ziel für den Rest der Karriere ist, winkt Alonso ab. "Sieben Titel schafft so schnell keiner mehr. Dazu ist die Formel 1 heute zu ausgeglichen. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Team noch einmal über einen so langen Zeitraum konstant sein kann wie damals Ferrari."

Trotz der Formsteigerung seines Ferrari unter ungünstigsten Bedingungen ist Alonso vorsichtig mit Prognosen. Die Hochrechnung, dass sein Auto bei höheren Temperaturen mit den weichen Reifen eigentlich an der Spitze fahren müsste, ist ihm zu einfach: "Red Bull ist für mich immer noch Favorit. Sie waren in Silverstone Erster und Zweiter in der Startaufstellung und am Nürburgring Erster und Dritter. Wenn wir uns mit ihnen auf eine Stufe stellen wollen, müssen wir konstant die ersten drei Plätze im Training belegen."

Monza kommt Ferrari entgegen

Alonso gibt zu, dass der Hungaroring, die weichen Reifen und der zu erwartende Temperaturanstieg Ferrari in ein besseres Licht rücken könnten, doch um Red Bull zu schlagen, braucht es noch mindestens eine größere Entwicklungsstufe. Vielleicht kann ja schon der neue Frontflügel ein Zeichen setzen, den Ferrari bereits am Nürburgring im Gepäck hatte ohne ihn einzusetzen. "Wir brauchen noch neue Teile am Auto, wenn wir Red Bull überholen wollen." Und dann hängt alles vom Streckentyp ab. Alonso: "In Monza sehe ich die besten Chancen für uns."

Möglicherweise rutscht Alonso 2011 der dritte WM-Titel erneut durch die Finger. Und das alles nur. weil der Windkanal im Winter falsche Zahlen geliefert hat. "Wir haben drei bis vier Monate verloren. Da sind wir nur auf der Stelle getreten." Ohne Mitstreiter hat Alonso keine Chance gegen Vettel. Deshalb wird der Spanier ausnahmsweise zum Fan von Lewis Hamilton: "Das beste für uns wäre ein starker McLaren, der Vettel Punkte wegnimmt."

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