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Alonso zum Honda-Fehlstart

"6 Runden sind nicht genug"

Fernando Alonso - Test Jerez 2015 Foto: Stefan Baldauf 53 Bilder

McLaren-Honda hat beim ersten Testtag in Jerez einen Fehlstart hingelegt. Fernando Alonso zeigte sich nach dem kurzen Auftritt aber optimistisch, dass die Probleme behoben werden. Dann gab es noch einen kleinen Seitenhieb gegen seinen alten Arbeitgeber Ferrari.

01.02.2015 Tobias Grüner

Fernando Alonso hatte am Sonntag (1.2.2015) seinen ersten offiziellen Auftritt im McLaren-Dress. In Jerez durfte der Spanier die Jungfernfahrt mit dem neuen MP4-30 absolvieren. Doch das Debüt wurde zu einem kurzen Vergnügen. Nach nur 6 langsamen Runden in der Früh ging es nicht mehr weiter. Elektrik-Probleme stoppten das neue Auto.

Der Pilot war nach der Vorstellung nur mäßig begeistert: "Der Tag lief mehr oder weniger wie erwartet. Es war ein etwas langsamer Start. Ich hätte gerne mehr Runden gedreht. Nach 2 Monaten Wartezeit auf den ersten Tag sind 6 Runden nicht genug", erklärte der Spanier in der Presserunde am Abend.

Alonso hat Geduld mit McLaren-Honda

Zweifel an seinem neuen Arbeitgeber habe er aber noch nicht: "Die Atmosphäre in der Box war heute überragend. Wir sind alle glücklich, dass wir hier sind. Es war eine Ehre, dass ich die ersten Runden mit dem Auto drehen durfte. Ich glaube an dieses Projekt. Wir haben letztes Jahr schon gesehen, wie schwierig es ist, an den ersten Tagen Runden zusammenzubringen. Es ist eine komplexe Technologie."

Alonso muss sich wohl noch etwas in Geduld üben. Allerdings hatte der Spanier vorher auch nichts anderes erwartet. "Wir brauchen Zeit und müssen noch viele Dinge lernen. Das Design unseres Autos ist ziemlich extrem, ziemlich aggressiv und innovativ."

Dabei sonderte der Lokalmatador auch noch einen kleinen Seitenhieb gegen seinen alten Arbeitgeber Ferrari ab. Auf die Frage ob es für einen Weltmeister schwierig ist, sich in Geduld zu üben und hinterherzufahren, antwortete er trocken: "Ich habe in den letzten 5 Jahren bewiesen, dass ich Geduld habe."

Alonso glaubt nicht an Mercedes-Durchmarsch

Anerkennend blickte Alonso auf die Leistung von Mercedes am ersten Teststag, "Das Team, das letztes Jahr dominiert und fast alle Rennen gewonnen hat, war heute wieder schnell und sie haben 150 Runden gedreht. Sie gehen sicher mit einem Vorsprung in die Saison. Das ist aber normal. Sie müssen ihr altes Auto nur kontinuierlich weiterentwickeln. Wir haben ein komplett neues Auto."

Alonso erwartet allerdings etwas mehr Spannung im Laufe der Saison: "Ich glaube nicht, dass Mercedes noch einmal so viele Rennen gewinnen wird. Sie sind sicher der Favorit. Aber die anderen Teams sind besser vorbereitet als letztes Jahr."

Lobeshymne an Honda

An seinem neuen Team zweifelt Alonso trotz des Fehlstarts nicht. Für Honda gab es eine Lobeshymne: "Ich habe vom ersten Tag gesehen, wie leidenschaftlich sie Motorsport betreiben. Ich bin mir sicher, dass wir früher oder später das erreichen werden, was wir uns vorgenommen haben. Wenn sie etwas wollen, dann schaffen sie das auch."

Und auch für McLaren fand er nette Worte. Dabei lief die Trennung nach der Saison 2007 wenig freundlich. "Ich habe mich verändert. Damals war ich erst 25 Jahre alt. Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, wieder zusammenzukommen. Mit Eric (Boullier) ist das Team offener und internationaler. Das Design hat sich mit Peter (Prodromou) komplett verändert. Honda kommt nach 22 Jahren zurück. Das ganze Team glaubt an dieses Projekt. Das ist ein fantastisches Gefühl."

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