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Alonsos Dilemma

Der Renault ist eine Wundertüte

Fernando Alonso Renault Foto: Renault 34 Bilder

Fernando Alonso träumte von einem Startplatz in den ersten zwei Reihen. Wegen technischer Probleme wurde am Ende aber nur Platz acht daraus. Der Spanier ging mit seinem Team hart ins Gericht: "Wir haben nicht mehr verdient."

23.08.2009 Tobias Grüner

Die Bestzeit am ersten Trainingstag gab Anlass zur Hoffnung. Renault hatte in der Sommerpause den Diffusor, den Frontflügel und die Bremsbelüftungen modifiziert. Der Eingriff schien sich zu lohnen. Doch dann stürzten Renault und sein Superstar ins Mittelmaß ab.

"Wenn du Zwölfter in Q1 und Achter in Q2 bist, darfst du von Q3 nicht mehr erwarten als Rang acht. Wir haben bekommen, was wir verdienen. Mehr war nicht drin", bekannte Fernando Alonso. Chefingenieur Pat Symonds schob den rätselhaften Abstieg von Freitag auf Samstag auf Probleme mit der Bremsbalance. Alonso ließ das nicht gelten. "Das hat mich in Q1 behindert. Aber ab der zweiten K.O.-Runde war alles okay."

Bremse verhindert Top-Resultat

Eine Untersuchung nach dem Training gab den Ingenieuren Recht. Rechts vorne hatte ein Fabrikationsfehler an der Bremse dafür gesorgt, dass der Renault beim Bremsen auf eine Seite zog. "Fernando hätte ohne das Problem auf die Pole Position fahren können", ist Flavio Briatore überzeugt.

Die Schwankungen von Renault zogen sich durch die gesamte Saison. "Wir sind einfach drei bis vier Zehntel von der Spitze weg", bedauert Alonso. Eine Wiederholung des Vorjahres, als Renault am Saisonende noch zwei Rennen gewann, sieht der Spanier in weite Ferne gerückt. "Wir können nur gewinnen, wenn andere mithelfen." Bei seinem zweiten Heim Grand Prix in Valencia sind WM-Punkte das höchste der Gefühle.

Wechsel zu Ferrari steht kurz bevor

Das wird Alonso in seinem Plan bestärken, schon 2010 bei Ferrari anzudocken. Der zweifache Ex-Weltmeister heizt die Spekulationen durch zweideutige Antworten immer wieder an. Auf die Frage, wo er 2010 fahre, antwortete er listig: "In der Formel 1." So redet nur einer, der nicht später der Falschaussage bezichtigt werden will.

Als man Alonso auf Luca Badoers schlechten Einstand bei Ferrari ansprach, zeigte sich der Renault-Pilot gnädig. "Es ist schwierig, wenn einer nach 10 Jahren Pause zurückkehrt. Valencia ist kein einfacher Kurs für Neueinsteiger. Du gewinnst die Zeit beim Bremsen, und das ist heute eine der schwierigsten Disziplinen in der Formel 1." Hier spricht ein zukünftiger Ferrari-Pilot.

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