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Alonsos Glückssträhne

Dank Abbruch auf Pole Position

Fernando Alonso - Ferrari - Formel 1 - GP England - Silverstone Foto: Ferrari 74 Bilder

Fernando Alonso nutzt die Chancen, die ihm das Renngeschehen anbietet. Da machte auch das Abschlusstraining zum GP England keine Ausnahme. Der Spanier fuhr zum ersten Mal seit Singapur 2010 wieder auf die Pole Position. Er gab aber selbst zu: "Heute hatte ich viel Glück."

07.07.2012 Michael Schmidt

Silverstone ist für den Ferrari F2012 ein gutes Pflaster. Das Auto mag schnelle Kurven. Das demonstrierte Fernando Alonso mit seiner Bestzeit im dritten Training, der einzigen Sitzung, die auf trockener Piste stattfand. Das rote Auto mag auch Regen. Das hatte sich schon beim GP Malaysia gezeigt, den Alonso gewann. Auch in Silverstone schien der Ferrari über Wasser zu gehen. "Wir waren auf Regenreifen und Intermediates gleichermaßen stark. Das Auto fühlte sich einfach gut ausbalanciert an."

Abbruch rettet Ferrari in Q2

Trotzdem kamen Fernando Alonso und Felipe Massa nicht ohne Zittern in das Top Ten-Finale. Ferrari packte für das Q2 als einziges Team zunächst die Intermediates aus. Obwohl alle Anzeichen auf schweren Regen standen. Mit dem fälligen Wechsel auf Regenreifen ging viel Zeit verloren. Bis die Ferrari die grobstolligen Walzen aufgezogen hatte, kam so viel Wasser vom Himmel, dass die Rundenzeit für Platz zehn illusorisch war. Damit waren beide Ferrari aus dem Rennen.

Alonso bettelte am Funk um Abbruch. Und wurde prompt erhört. "Die absolut richtige Entscheidung. An reguläres Fahren war nicht mehr zu denken", lobte Alonso die Rennleitung. Ausnahmsweise widersprach keiner. "Wir hätten sogar noch etwas früher abbrechen können", meinte Sebastian Vettel.

Der Abbruch rettete Alonso und Massa. Als das Training nach 92 Minuten wieder aufgenommen wurde, waren sofort schnellere Rundenzeiten möglich. Trotzdem wurde der Aufstieg ins Q3 für Alonso zur Hängepartie. "Ich hing zwei Runden lang hinter einem Toro Rosso fest und habe nicht viel gesehen. Ich konnte nur hoffen, dass er schnell genug fährt."

Alonso vor seinem dritten Saisonsieg?

Es reichte. Um 0,088 Sekunden. Alonso hatte sogar noch das Pech, dass in der letzten Kurve die gelben Flaggen geschwenkt wurden, weil Romain Grosjean im Kiesbett stand. Obwohl sich Alonso verbesserte, blieb alles ruhig. "Ich hatte eine langsamere Sektorzeit", wehrte Alonso etwaige Proteste sofort ab.

Im Top Ten-Finale war der Spanier dann hellwach. Er fuhr zwei schnelle Runden, eine zum Abkühlen und dann die Pole-Runde. Mit 0,047 Sekunden Vorsprung auf Mark Webber. Für den zweifachen Weltmeister war es die erste Pole Position seit Singapur 2010. Sie kam zur rechten Zeit. Zwei Wochen nachdem er mit seinem Sieg in Valencia die WM-Führung übernommen hatte.

Der frühere Williams-Technikpapst Patrick Head lobte: "Alonso macht mehr Dinge richtig als alle anderen Fahrer im Feld." Alonso jedoch wehrte die Gratulanten ab: "Da war auch viel Glück dabei. Erstens, weil mich der Abbruch gerettet hat. Zweitens, weil ich ganz knapp ins Q3 gerutscht bin. Drittens, weil in meiner entscheidenden Runde alles passte. Und viertens, weil der Vorsprung auf Mark minimal ist."

Von einem dritten Saisonsieg will der WM-Spitzenreiter nicht sprechen: "Bei den wechselnden Bedingungen kann alles passieren. Da spielt der Startplatz keine große Rolle. Nach wenigen Runden kann alles neu gemischt sein. Die hinten können pokern, wir vorne nicht."

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