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Alonsos Verteidigungsschlacht

Drei Siege und eine Niederlage

Alonso & Vettel - GP Singapur 2012 Foto: xpb 57 Bilder

Fernando Alonso fuhr in Singapur in der Defensive. Der Spanier kann mit dem Ergebnis, nicht aber mit seinem Ferrari zufrieden sein. Der dritte Platz war eine Art Schadensbegrenzung. Drei seiner Gegner verloren Punkte auf ihn. Nur Sebastian Vettel machte Boden gut.

24.09.2012 Michael Schmidt

Fernando Alonso hat sich daran gewöhnt. Er führt seit dem GP Europa die Weltmeisterschaft an, seine Verfolger wechseln sich ab. Von Valencia bis Silverstone war es Mark Webber, nach Spa Sebastian Vettel, nach Monza Lewis Hamilton, und jetzt liegt wieder Vettel auf dem zweiten Platz in der Gesamtwertung.
 
Alonsos Vorsprung ist auf 29 Punkte geschrumpft. Der Spanier hat aus den letzten vier Rennen 40 Punkte geholt, Vettel 55, Hamilton 50 und Webber 16. Kimi Räikkönen schleicht sich weiter an. Seit dem GP Ungarn kamen 51 Zähler auf das Konto des Finnen, ohne dass er weiter groß aufgefallen wäre.

Da Alonso stets sein Rennen auf den jeweils nächsten Verfolger ausrichtet, war der GP Singapur ein Erfolg für ihn. "Drei meiner Gegner haben Boden auf mich verloren, nur einer hat aufgeholt. In Monza hat Hamilton gewonnen und Vettel ist ausgefallen. Hier war es andersrum. Wenn es so weiter geht, wäre das in Ordnung."

McLaren zu stark für Ferrari

Lewis Hamilton schrieb die vierte Nullrunde in den letzten sieben Grand Prix. Der McLaren-Pilot musste Alonso am meisten beunruhigen, denn der Sieger von Montreal, Budapest und Monza sitzt in einem Auto, das seit dem großen Facelift von Hockenheim auf jedem Typ Rennstrecke dominiert. Da sind 52 Zähler Rückstand ein Ruhekissen. Die kann Hamilton nur aufholen, wenn Alonso einmal mehr ausfällt als er selbst.
 
Bei Vettel weiß Alonso, dass er den Red Bull auf gewissen Rennstrecken schlagen kann. Zum Beispiel beim nächsten Grand Prix in Suzuka. Der McLaren dagegen ist für Ferrari zur Zeit eine Nummer zu groß. Alonso warnte dennoch: "Wir können nicht darauf bauen, dass mein jeweils nächster Verfolger ausfällt. Jetzt muss etwas von uns kommen."

Ferrari war in Singapur nur dritte Kraft. Auch wenn die roten Autos im Rennen besser in Form kamen. Im Training fehlte fast eine Sekunde. Im Renntrim waren es im Schnitt 0,25 Sekunden. Phasenweise fuhr Alonso auf Augenhöhe mit den McLaren und Red Bull. Besonders im zweiten Turn, als er seinen Rückstand auf Vettel von 12,5 auf 7,8 Sekunden verkürzte.

Ferrari ratlos

"Mit den härteren Reifen ging das Auto besser", bestätigte der Spanier. Felipe Massa ging sogar so weit zu sagen: "Ich saß am Sonntag in einem anderen Auto als am Samstag. Auf den harten Reifen war ich bei der Musik. Mit den weichen habe ich 26 Runden durchgehalten. Davon durfte ich am Samstag nicht einmal träumen. Eigentlich müsste ich mich darüber freuen, aber es ist eher das Gegenteil der Fall. Wir haben nämlich keine Ahnung, warum das Auto um so viel besser war."

Alonso sprach von Schadensbegrenzung auf einer Strecke, die für Ferrari im Restprogramm die schlechteste war. Überall dort, wo maximaler Abtrieb gefragt ist, wo die Kurven langsam sind und kurze Radien haben und obendrein viele Bodenwellen lauern, hat der F2012 ein Problem. "Korea und Abu Dhabi weisen zum Teil eine ähnliche Charakteristik auf. Bis wir dorthin kommen, müssen wir unser Auto verbessern."

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