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Alonsos Zukunft

Rentenvertrag oder Honda?

Fernando Alonso - GP Ungarn 2014 Foto: Reinhard 94 Bilder

McLaren gibt es inzwischen offen zu. Hondas neuer Werksrennstall will Fernando Alonso oder Sebastian Vettel. Doch beide sind noch unter Vertrag. Und beide machen sich Gedanken über die Zukunft. Alonso soll Ferrari ein Angebot gemacht haben: Drei Jahre verlängern, dafür aber mehr Geld.

29.08.2014 Michael Schmidt

Im nächsten Jahr bleibt das Formel 1-Feld relativ stabil. Einen Erdrutsch könnte es nur bei McLaren-Honda geben. Teamchef Eric Boullier hat gegenüber dem englischen Fachblatt autosport zugegeben, dass McLaren hinter Fernando Alonso und Sebastian Vettel her ist. Wie bereits berichtet, hatte Honda den beiden Superstars ein Angebot gemacht, das aus finanzieller Sicht so gut sein soll, dass es manche als "unanständig“ bezeichnen. Auch Lewis Hamilton soll von Honda kontaktiert worden sein.

Eines ist klar: McLaren und Honda können die besten Fahrer der Formel 1 zur Zeit nur mit Geld ködern? McLaren hat seit fast zwei Jahren kein Rennen mehr gewonnen, und Honda ist als Neueinsteiger eine große Unbekannte. Sich jetzt bereits auf diese Kombination festzulegen bedeutet ein großes Risiko. Vettel, Alonso und Hamilton sind außerdem noch unter Vertrag. Vettel bis 2015 bei Red Bull, Hamilton bis 2015 bei Mercedes und Alonso bis 2016 bei Ferrari.

Die Hintertür - mehr als 25 Punkte hinter WM-Spitzenreiter

Insider haben jetzt herausgefunden, dass es zumindest bei Alonso eine Hintertür gibt. Er soll frei sein, wenn er bis zum 1.September mehr als 25 Punkte hinter dem WM-Spitzenreiter liegt. Im Augenblick wäre Alonso also auf dem Markt. Die Differenz zu Nico Rosberg beträgt 99 Zähler.

Angeblich überlegt der Spanier aber, seine Karriere bei Ferrari zu beenden. Die Verhandlungen drehen sich um eine Verlängerung um drei Jahre. Alonso weiß, dass er weder zu Mercedes, noch zu Red Bull kann. Bleibt als Alternative nur noch Honda. Mit den bekannten Risiken.

Bei Ferrari weiß der zweifache Weltmeister was er hat. Dort kennt er im Detail das Programm, das Ferrari zurück an die Spitze bringen soll. Dort kennt er die Leute. Dort ist er blendend vernetzt. Und nur dort kann er seinen Heiligenschein weiter polieren. Alonso gilt im Fahrerlager als der kompletteste Rennfahrer im Feld. Das scheint für ihn eine Art Ersatzbefriedigung für die vielen verlorenen WM-Titel geworden zu sein.

Doch Ferrari müsste sich den Verbleib seines Starpiloten etwas kosten lassen. Gerüchten zufolge soll das Gehalt auf über 30 Millionen Euro steigen. Offenbar genau die Größenordnung, die Vettel, Hamilton oder er auch bei Honda verdienen würden. Um die Verwirrung komplett zu machen, haben jetzt auch Mercedes und Hamilton erklärt, ihre Gespräche über die Zukunft zu vertagen. Bis die heiße Phase des Titelrennens vorbei ist.

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