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Analyse der Qualifying-Gewichte

Aufpassen auf Felipe Massa

Felipe Massa Foto: dpa 20 Bilder

Felipe Massa hat auf Rang vier gleich zwei Trümpfe in der Hand: Am Start könnte er dank KERS Plätze gut machen. Mit viel Sprit an Bord muss der Vizeweltmeister zudem erst sehr spät die Box ansteuern.

09.05.2009 Tobias Grüner

Nach dem Qualifying von Barcelona wurde das Auto von Felipe Massa mit 655 Kilogramm gewogen. Zieht man die 605 Kilogramm Mindestgewicht des Boliden ab, bleiben noch 50 Kilo Sprit. Alle drei Autos vor Massa haben weniger Benzin an Bord und müssen früher an die Tankstelle. Damit ist es umso wichtiger für die Konkurrenz, sich am Start nicht vom Ferrari überholen zu lassen. Auf dem Kurs in Barcelona ist es so schon schwer genug, einen Gegner zu passieren. Ein mit KERS-Boost bewaffneter Massa dürfte zur uneinnehmbaren Festung werden.

Sollte Massa nicht in den Zweikampf Vettel gegen Button eingreifen können, hat der Deutsche keine schlechten Chancen auf den Sieg. Bei einem Spritverbrauch von ca. drei Kilo pro Runde kann der Red Bull (651,5 Kilo) in der Theorie zwei Runden länger auf der Strecke bleiben als der Brawn des WM-Spitzenreiters (646 Kilo). "Durch unseren günstigen Spritverbrauch können wir vielleicht noch eine Runde mehr rausholen", hofft Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Barrichello tankt zwischen Button und Vettel

Rubens Barrichello geht mit 649,5 Kilo zwischen den beiden Konkurrenten zum Service. Massa wird nach konservativer Rechnung eine Runde nach Vettel an der Box erwartet. Der Start wird somit wie in Bahrain den Ausgang des Rennens entscheidend beeinflussen.

Bei Analyse der Spritmenge wird auch der Erfolg von Timo Glock gegen den Teamkollegen Jarno Trulli deutlich geschmälert. Neun Kilo hat der Italiener mehr drauf, womit seine Leistung an Wert gewinnt. Im dritten Abschnitt des Zeittrainings hatte Glock gerade einmal sieben Tausendstel Vorsprung vor Qualifyingspezialist Trulli. Der Italiener ist sogar noch ein halbes Kilo schwerer als Massa und würde spritbereinigt mindestens einen Platz weiter vorne stehen.

Rosberg Schwerster in den Top Ten

Im Kampf um die Punkte sieht auch Nico Rosberg nicht schlecht aus. Der Williams-Pilot sitzt am Steuer des schwersten Autos in den Top Ten. Lokalmatador Fernando Alonso hat 23 Kilo weniger Benzin im Tank und muss somit sieben bis acht Runden früher die Box ansteuern. Aber Rosberg will Alonso nicht an der Tankstelle überholen: "Ich hoffe, dass ich schon am Start zwei Plätze gutmache. Die letzten Rennen haben gezeigt, dass wir da sehr gut sind." Auch Trulli muss sich also vorsehen. Bei der schwierigen Überholsituation könnte ein schwerer Rosberg zur Dauerblockade werden.

Alle Fahrer ab Platz zehn durften ihre Autos nach Wunsch mit Benzin auffüllen. Lewis Hamilton hat mit 683 Kilo am meisten Treibstoff im Tank. Von Platz 14 hofft der Weltmeister auf einen guten Start dank KERS und anschließend darauf die Konkurrenz hinter sich zu halten. Der Sprit könnte auch bei einer möglichen Safety-Car-Phase ein Trumpf werden. Teamkollege Heikki Kovalainen ist mit 657 kg dagegen fast der Leichteste der Piloten in der zweiten Hälfte. Nur Giancarlo Fisichella startet vom letzten Platz noch ein Kilo leichter.

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