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Analyse der Qualifying-Gewichte

Vettel war auf Pole gepolt

Monte Carlo Foto: dpa 45 Bilder

Die von der FIA veröffentlichten Benzinmengen verheißen nichts Gutes für Sebastian Vettel. Die deutsche WM-Hoffnung hat das leichteste Auto im Feld. Die beiden Brawn GP-Piloten sind dagegen relativ voll getankt.

23.05.2009 Tobias Grüner

Wenn Jenson Button am Start seine Position verteidigen kann und das Rennen fehlerfrei durchfährt, steht einem Sieg nichts im Wege. Button sollte nach Plan erst in Runde 21 seine Box anfahren. Unter den ersten Acht ist nur sein eigener Teamkollege Rubens Barrichello mit mehr Sprit unterwegs. Allerdings dürften die 500 Gramm Überschuss des Brasilianers höchstens eine Runde Unterschied bei der Anfahrt zur Box machen.

Räikkönen im Brawn-Sandwich

Zwischen den beiden Brawn-Boliden steht allerdings noch Ferrari-Puffer Kimi Räikkönen. Der Finne geht mit 3,5 Kilogramm weniger Kraftstoff im Tank mindestens zwei Runden vor Button zum Service. Sollte sich der Ferrari ähnlich durstig wie in Barcelona zeigen, könnten daraus auch schnell drei Umläufe Polster werden. Teamchef Ross Brawn kann also seelenruhig auf die Strategie der Konkurrenz reagieren.
 
Für Sebastian Vettel auf Rang vier sieht es dagegen düster aus, das Gesamtgewicht von nur 631,5 Kilogramm spricht eine eindeutige Sprache. Red Bull wollte den Heppenheimer mit aller Macht auf die Pole heben. In den vergangenen Rennen war Vettel immer von langsameren Fahrzeugen aufgehalten worden. Mit einer ultra-aggressiven Strategie sollte das in Fürstentum verhindert werden. Auch nach außen hätte eine Prestige-Pole in Monaco sicher einen guten Eindruck gemacht. Doch die Pläne gingen gründlich in die Hose. Vettel wurde im Training von Williams-Pilot Kazuki Nakajima aufgehalten und konnte seinen Gewichtsvorteil nicht in eine Bestzeit ummünzen.

Red Bull-Box erwartet frühen Besuch von Vettel

Nach Abzug des Basisgewichts des Autos (605 kg) bleiben Vettel nur 36,5 Kilogramm Sprit für die Einführungsrunde und den ersten Stint im Rennen. Allerdings stehen die Vorzeichen für den Deutschen nicht nur wegen der Benzinmenge schlecht. Eine Position hinter Vettel geht Felipe Massa ins Rennen. Dank KERS-Zusatzpower konnte der Brasilianer schon in Spanien am Red Bull vorbeiziehen. Für Vettel spricht, dass der Weg in die erste Kurve in Monaco deutlich kürzer ist. Bei schlechten Überholmöglichkeiten auf der engen und winkligen Strecke muss sich Vettel eher nach hinten orientieren. Massa, Rosberg und auch Heikki Kovalainen sind deutlich schwerer und haben ebenfalls konkurrenzfähige Autos.

Ab Platz elf durften die Fahrer ihre Spritmenge frei wählen. Timo Glock (700,8 kg) und Sebastien Bourdais (699,5 kg) versuchen mit extrem schweren Autos irgendwie von hinten nach vorne zu kommen. Lewis Hamilton, der vom letzten Startplatz ins Rennen geht, versucht eine andere Taktik. Deutlich leichter als die Konkurrenz im Hinterfeld will der Vorjahressieger irgendwie versuchen, auf der Strecke zu überholen.

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