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Analyse Formel 1-Test Barcelona

Das Power-Ranking nach Barcelona

Red Bull Webber Formel 1 Test Barcelona 2011 Foto: Red Bull 37 Bilder

In Barcelona hat die Formel 1 erstmals auf einer Grand Prix-Strecke getestet. Wir sagen Ihnen, was die Teams dabei gelernt haben, auf was sich die Fans 2011 einstellen müssen und wer aktuell die Nase vorne hat. Und natürlich haben wir noch einmal die spektakulärsten Fotos.

23.02.2011 Tobias Grüner

Der Formel 1-Test in Barcelona sollte die große Erleuchtung werden. Doch nach wie vor gibt es mehr Fragen als Antworten. Zweimal stand Sebastian Vettel vorne im Zeitenklassement. Die anderen Tagessiege sicherten sich Nico Rosberg und Felipe Massa. Von Rubens Barrichello und Nick Heidfeld, die noch in Jerez mit schnellen Runden glänzten, war in Katalonien nicht viel zu sehen.

Ein paar Sachen haben die Teams aber dennoch gelernt. Wir haben Punkt für Punkt analysiert, was sich für die Fans in der Saison 2011 ändern wird:

Rennsimulationen:

In Barcelona begannen die Teams erstmals in diesem Jahr mit der Simulation einer kompletten Renndistanz. In die 66 Runden, die auf der Grand Prix-Strecke von Start bis Ziel zurückgelegt werden müssen, bauten alle Teams drei Boxenstopps ein. Bestand ein Grand Prix im Vorjahr meist aus zwei Stints, so rechnen die meisten Teams 2011 mit vier Abschnitten, die durch Reifenwechsel unterbrochen werden.

Reifen

Grund für die Mehrarbeit der Mechaniker ist der größere Verschleiß der Pirelli-Reifen. Nach 15 Runden ist die Lauffläche so stark weggerubbelt, dass die Zeiten dramatisch in den Keller fallen. Schon nach der ersten Runde ist ein deutlicher Abfall zu spüren. Danach geht es darum, möglichst lange konstante Zeiten zu fahren. Nicht mehr erleben werden wir, dass die Runden wie im Vorjahr innerhalb eines Stints automatisch schneller werden, weil das Auto durch den Spritverbrauch immer leicht wird.

Pirelli veränderte vor dem Test in Barcelona noch einmal die Mischungen supersoft und soft. "Es ist aber immer noch eine Sekunde Unterschied zwischen soft und medium", berichtet Adrian Sutil. Einige Piloten schwören darauf, dass man die Haltbarkeit erhöht, indem man die neuen Gummis in den ersten Runden nicht zu hart belastet. Andere halten das für Hokuspokus: "Ich bin in den ersten Runden ganz langsam gefahren und die Reifen haben nur einen Tick länger gehalten", analysiert Lewis Hamilton. "Dafür habe ich am Anfang mehr Zeit verloren."

Ein weiteres Problem ist, dass die Strecke nicht mehr den Gummi aufnimmt. Anstatt auf der Ideallinie für bessere Haftung und geringeren Verschleiß zu sorgen, fliegen die Gummischnipsel einfach neben die Bahn. Einen Hoffnungsschimmer gibt es allerdings. "Wir haben die Reifen auf einen Arbeitsbereich bei hohen Temperaturen ausgelegt", erklärt Pirelli-Sportchef Paul Hembery. "Wenn es die Asphalttemperaturen steigen, erwarte ich, dass die Strecke wie früher auch schneller wird."

Überholen:

Fast alle Experten erwarten, dass 2011 mehr überholt wird. Mit zusätzlichen Spannungselementen wie KERS und dem beweglichen Heckflügel sollte es häufiger zu direkten Duellen auf der Strecke kommen. Nach Ansicht von Mark Webber hätte es das aber gar nicht gebraucht. "Durch die stark abbauenden Reifen kommt es bei unterschiedlichen Strategien zu erheblichen Geschwindigkeitsunterschieden. Das schnellere Auto fährt dann einfach vorbei. Ob das so spektakulär wird, weiß ich nicht."

KERS:

Nachdem nun auch Force India am letzten Testtag mit aktiviertem KERS unterwegs war, haben alle etablierten Teams die Hybrid-Technik im Einsatz. Nur die Neulinge des vergangenen Jahres Lotus, Virgin und HRT verzichten noch. Größere Probleme mit KERS gab es in Barcelona vor allem bei Renault und Sauber zu sehen.

Verstellbarer Heckflügel

Der verstellbare Heckflügel wurde in Barcelona noch einmal ausgiebig getestet. Die Piloten bekamen von der Rennleitung automatisch das Signal ins Cockpit, wann Sie nahe genug am Vordermann dran sind, um den Flap flacher zu stellen. Bisher haben die Fahrer noch keine Probleme mit der Bedienung. "Im Rennen, wenn man auf viele Sachen gleichzeitig achten muss und mitten im Zweikampf steckt, kann sich das aber ändern", warnt Nick Heidfeld.

Kräfteverhältnis:

Es scheint, als hätten sich Ferrari und Red Bull einen kleinen Vorsprung herausgefahren. Bei McLaren gibt man zu, dass noch Kilometer fehlen. In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die spektakulärsten Bilder des Tests und sagen Ihnen, wie das Kräfteverhältnnis unserer Meinung nach im Moment aussieht.

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