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Analyse Mugello-Test

Rätsel um Red Bull, Lotus und McLaren

Formel 1-Test, Mugello, 03.05.2012, Sebastian Vettel, Red Bull Foto: xpb 106 Bilder

Während bei Ferrari in Mugello klar der Fokus auf der Vorbereitung des neuen Facelifts und bei Mercedes der Verbesserung des Reifenmanagements lag, wurde man aus dem Programm von Red Bull, Lotus und McLaren nicht recht schlau.

05.05.2012 Michael Schmidt

Ferrari probierte einen Teil seines großen Facelifts. Sauber präsentierte 90 Prozent dessen, was in Barcelona Rennpremiere feiern soll. Toro Rosso, Williams, Caterham und Force India experimentierten mit neuen Auspufflösungen. Mercedes testete neue Frontflügel, Heckverkleidungen und das Karbon-Getriebe. Doch das Hauptaugenmerk galt dem Reifenmanagement. Die Rundenzeiten unterstreichen das. Nico Rosberg und Michael Schumacher waren immer im Renntrim unterwegs.

Red Bull, Lotus und McLaren halten sich bedeckt

Doch was haben Red Bull, Lotus und McLaren gemacht? Es waren kaum neue Teile an den Autos zu sehen. Auch von Longruns keine Spur. Man begnügte sich mit Portionen zwischen drei und zehn Runden. Hinter den Red Bull-Transportern stapelten sich zwar Versandkartons aus Milton Keynes, doch viel Neues war am RB8 nicht zu sehen.

"Das kommt erst in Barcelona", verriet Sebastian Vettel. Berater Helmut Marko bestätigte: "Dieser Test galt dem besseren Verständnis unseres Autos. Wir haben viele unterschiedliche Einstellungen ausprobiert und viele Dinge gemessen. Und wir wissen jetzt besser, wie wir die Reifen für die Qualifikationsrunden anwärmen müssen." Was erwartet uns dann in Barcelona? Der Doktor lacht verschmitzt: "Neue Teile."

Lotus ein Siegkandidat für Barcelona?

Auch Lotus brachte einen weitgehend unveränderten E20 nach Mugello. Das schwarze Auto ist auch so schnell. Egal, wo er auftritt. Zwei Tagesbestzeiten beweisen es. Streckenspion Helmut Marko musste zugeben: "Der Lotus macht den besten Eindruck, vor allem in den schnellen Passagen." Das würde bedeuten, dass Lotus beim GP Spanien ein Siegkandidat ist.

Das Programm bei Lotus ähnelte dem von Red Bull. Man hat unterschiedliche aerodynamische Konfigurationen und versuchte den besten Mix herauszufiltern. Für Barcelona sind neue Bremstrommeln angesagt. Die spielen heute nicht nur aerodynamisch eine Rolle. Die Abwärme der Bremsen bestimmt auch über die Reifentemperatur.

Da lag ein Schwachpunkt des Lotus E20. "Es dauert zu lange, bis wir die Reifen von unten in ihr Arbeitsfenster kriegen. Sind wir mal drin, arbeiten sie gut. Unser Auto geht über eine längere Distanz mit am besten mit den Reifen um. Aber für die schnelle Qualifikationsrunde ist es dann meistens schon zu spät", bemängelt Teambesitzer Gérard Lopez.

McLaren fährt Messgeräte spazieren

McLaren lieferte das erste Rätsel schon bei der Besetzung der Piloten. Die Stammfahrer blieben zu Hause. Gary Paffett und Oliver Turvey schoben Dienst. Wer McLaren an den drei Tagen beobachtete, der muss zugeben, dass Lewis Hamilton und Jenson Button überflüssig gewesen wären. Das Programm konnten auch die Testfahrer abspulen.

Paffett und Turvey fuhren hauptsächlich Messgeräte spazieren. Vorne, an der Seite, hinter der Airbox, hinter dem Diffusor. Später fuhren sie in Fünfrunden-Portionen im Kreis, immer wieder unterbrochen durch Setupänderungen. Am letzten Tag packte man für wenige Runden noch eine neue Nase aus. Ausgiebig getestet wurde die höhere Front aber nicht.

Was unter der Verkleidung passiert ist, wurde nicht kommuniziert. McLaren ließ die erste Garnitur der Ingenieure zu Hause. Nico Hülkenberg sieht trotzdem einen Sinn in dem Programm des WM-Zweiten: "Die wissen ganz genau, was sie tun. Bei denen hat alles Hand und Fuß."

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