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Analyse Qualifying

Sehen wir einen zweiten Silverstone-Thriller?

Sebastian Vettel - Formel 1 - GP Deutschland - 21. Juli 2012 Foto: xpb 65 Bilder

Es gibt einen guten Grund für Kurzentschlossene am Sonntag nach Hockenheim zu kommen. Auch der zehnte Grand Prix des Jahres könnte ein Thriller werden. Die Vorgeschichte erinnert an Silverstone.

22.07.2012 Michael Schmidt

Hockenheim war ein Abziehbild von Silverstone. Der Freitag verregnet. Das dritte Training am Samstag weitgehend trocken. Die Qualifikation wieder im Regen. Und das Rennen soll wie in England trocken werden. Möglicherweise mit deutlich höheren Temperaturen als am Samstagmorgen. "Das wird eine Fahrt ins Ungewisse", prophezeiten Sebastian Vettel und Fernando Alonso im Einklang. "Ein großes Fragezeichen für alle", schiebt Alonso hinterher. "Wir müssen die Strategien flexibel halten, weil keiner genau weiß, wie sich die Reifen im Rennen verhalten werden."

Zu kalt für weichen Reifen

Wir erinnern uns. Ferrari machte mit Alonso in Silverstone den Fehler, den weichen Reifen erst im letzten Turn zu fahren. Die Red Bull sind mit dem weichen Reifen gestartet. Das war die Trumpfkarte, was man aber erst nach dem Rennen wusste. Auch diesmal scheint der weiche Reifen die Schwachstelle zu sein. Wenn es im Rennen so kühl bleibt wie in der dritten Trainingssitzung. Also 18 Grad Außentemperatur und 26 Grad auf dem Asphalt. "Der weiche Reifen ist für einen höheren Temperaturbereich gebaut. Er kommt erst oberhalb von 25 Grad so richtig in Fahrt", erklärt Pirelli-Reifenchef Paul Hembery.

Wenn am Renntag der Sommer nach Hockenheim zurückkehrt, könnten die weichen Gummis aber auch genau richtig sein. Dann wird vielleicht der Medium-Reifen zum Problemfall. Pirelli beobachtete bei einigen Teams nach dem dritten Training Blasenbildung links vorne.

Longrun mit vollem Tank als Vorteil

Die 60 Minuten am Samstagvormittag waren für die Teams die einzige Chance, sich auf das Rennen vorzubereiten. McLaren und Mercedes gingen dabei einen anderen Weg als der Rest. Sie schickten jeweils ein Auto mit vollen Tanks auf die Bahn. "Das kann ein kleiner Vorteil sein", meint Mercedes-Teamchef Ross Brawn, schränkt aber ein: "Wenn wir die richtigen Schlüsse aus den Daten ziehen. Wir haben jetzt wenigstens eine Ahnung, wie sich die Balance des Autos mit vollen Tanks verhält."

Kollege Martin Whitmarsh geht einen Schritt weiter. "Unser Datenblatt ist besser gefüllt als in Silverstone. Und wir haben auch mehr Daten zur Verfügung als unsere Gegner." Sebastian Vettel räumt ein: "McLaren und Mercedes wissen mehr als Red Bull und Ferrari."
 
 
 

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