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Qualifying-Analyse GP Malaysia

Brawn GP weiter überlegen

GP Malaysia Qualifying Foto: dpa 16 Bilder

Es war nicht ganz so einfach wie in Melbourne, doch die Nummer eins heißt erneut Brawn GP. Wieder steht Jenson Button auf der Pole Position, und abermals hat er mehr Benzin an Bord als seine Verfolger.

04.04.2009 Michael Schmidt

660 Kilogramm wiegt das Auto mit der Startnummer 22 inklusive Fahrer. Das heißt, dass Button nach spätestens 20 Runden zum Tankstopp abbiegen muss. Die beiden Toyota, die in der Startaufstellung hinter ihm stehen, haben eine Runde weniger bis zu ihrem ersten Boxenhalt. Auch die Red Bull sind leichter als das Auto des Trainingssschnellsten.

Die Qualifikation von Sepang bestätigte das Bild von Melbourne: Die neuen Stars sind die Fahrer von Brawn GP, Toyota, Red Bull und Williams. Die Erfolgsverwöhnten der letzten Jahre dümpeln im Mittelfeld herum. Die Plätze sieben (Kubica), acht (Räikkönen) und neun (Alonso) lassen sich nicht nur mit den hohen Benzingewichten erklären. Diese Fahrer ließen auch deshalb soviel Sprit in den Tank füllen, weil sie sich von vornherein keine Chance auf die ersten drei Startreihen ausrechneten.

Ferrari verzockt, McLaren schwach

Während bei Ferrari wie im Vorjahr Chaos regiert, muss McLaren-Mercedes aus technischen Gründen kleinere Brötchen backen. "Die Positionen 13 und 14 für Hamilton und Kovalainen entsprechen dem Potenzial unserer Autos", sagte einer aus dem Team.

Sebastian Vettel nahm dem Startplatz zuliebe neun Kilogramm weniger Kraftstoff an Bord. Das entspricht etwa drei Runden. Vettel wusste, dass er um zehn Startplätze zurückgestuft wird. Deshalb war es für ihn wichtig, von der Rundenzeit so weit vorne wie möglich zu landen.

Vettel hinter der KERS-Wand

Vettel wird die Strafe im Rennen noch verfluchen. Vor ihm stehen mit dem Ferrari von Räikkönen, dem Renault von Alonso, dem BMW von Heidfeld und dem McLaren-Mercedes von Hamilton vier KERS-Autos. Vorbeikommen unmöglich. Und alle haben mehr Benzin an Bord. Heidfeld ist mit 692 Kilogramm das schwerste Auto am Start. „Das ist der einzigste Vorteil von Startplatz elf", versuchte es Heidfeld positiv zu sehen. "Du kannst deine Spritmenge frei wählen."

Der Tankinhalt könnte im Rennen noch eine entscheidende Größe werden. Wenn das Wetter verrückt spielt, ist es besser flexibel zu sein. Man kann seinen ersten Tankstopp besser nach einem möglichen Regenschauer richten. Heidfeld: "Regen wäre mir nicht unrecht." Sobald es einmal im Rennen nass ist, entfällt die Pflicht, beide Reifensorten zu verwenden.

Harte Reifen als Unsicherheitsfaktor

Das wird besonders Ferrari freuen. "Wir kriegen die harten Reifen nicht in den Arbeitsbereich", klagt Technikchef Aldo Costa. Die Brawn GP und Toyota haben damit keine Probleme. "Wundert euch das?", fragt Felipe Massa provozierend. "Diese beiden Teams haben den Doppeldiffusor und damit auch den Abtrieb, um die Reifen zum Arbeiten zu bringen."

Jenson Button wünscht sich einfach nur ein ganz normales Rennen. Obwohl er glaubt, dass sein Auto auch im Regen eine gute Figur macht, fürchtet er den Wetterfaktor. "Wir sind mit unserem Auto noch nie im Regen gefahren. Das könnte eine ganz neue Erfahrung werden, und ich möchte sie nicht im Rennen erleben."

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