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Trainingsanalyse GP Japan 2012

Schafft Ferrari den Sprung?

Fernando Alonso - Formel 1 - GP Japan - Suzuka - 5. Oktober 2012 Foto: dpa 79 Bilder

Der erste Trainingstag von Suzuka bestätigte das Bild von Singapur. Alles scheint auf einen Zweikampf zwischen Red Bull und McLaren hinauszulaufen. Ob Ferrari im Konzert um den Sieg mitgeigt, steht noch nicht fest. Beim Duell Force India gegen Sauber steht es unentschieden. Force India ist auf eine Runde schneller, Sauber im Renntrim.

05.10.2012 Michael Schmidt

Es sieht gut aus für Red Bull. Nach dem ersten Trainingstag kündigt sich wieder ein Duell Red Bull gegen McLaren an. Jenson Button drehte am Morgen die schnellste Runde mit den harten Reifen, Mark Webber führte die Rangliste am Nachmittag mit den weichen Sohlen an. Zeitdifferenz zwischen den beiden Bestzeiten: 2,1 Sekunden.

Suzuka ist nicht unbedingt die ideale Strecke für Red Bull. Wegen der vielen schnellen Kurven. "Da hatten wir in diesem Jahr schon ein paar Mal Probleme", räumt Vettel ein. Doch in Suzuka verloren die Red Bull-Piloten im ersten Sektor auf die McLaren weniger Zeit als erwartet. Die holten sie sich in den Sektoren zwei und drei wieder zurück. "Jetzt müssen wir es nur noch im Q3 hinkriegen", warnte Teamberater Helmut Marko.

Red Bull kämpft mit Blasen an den Reifen

Das einzige Problem, mit dem Red Bull noch zu kämpfen hat, ist Blasenbildung auf den Vorderreifen. Vor allem rechts vorne auf der Innenschulter. Das spricht für viel Radsturz an der Vorderachse. "Einige Teams sind mit dem Sturz bis an unsere empfohlene Grenze gegangen", verriet Pirelli-Reifenchef Paul Hembery. Den hat Pirelli für Suzuka auf 3,5 Grad festgelegt. Die Titelverteidiger machen sich keine großen Sorgen. In Spa und Monza hatte man am Freitag ein ähnliches Reifenbild festgestellt. Am Samstag verschwanden die Probleme.

Ferrari ist sich noch nicht ganz sicher, ob man mit Red Bull und McLaren auf Augenhöhe fahren wird. Eigentlich müsste man, denn schnelle Kurven sind das Revier der roten Autos. "Aber Silverstone ist drei Monate her", mahnt Fernando Alonso zur Vorsicht. "Seitdem fand viel Entwicklung statt und das Bild kann sich verschoben haben."
 
Trotzdem war der WM-Spitzenreiter leidlich zufrieden. "Das generelle Gefühl ist gut. Wir haben keine Probleme mit den Reifen, auch bei den hohen Temperaturen nicht." Teamchef Stefano Domenicali beschwichtigt ebenfalls: "Wir sind uns noch nicht ganz sicher, wo wir stehen. Wenn wir die Daten ausgewertet haben, sehen wir klarer."

Force India auf eine Runde schnell

Die Überraschung des zweiten Trainings war Nico Hülkenberg mit dem vierten Platz. Force India hatte Suzuka als eine ihrer problematischen Strecken eingestuft. "Unser Auto ist in den schnellen Kurven manchmal etwas instabil", verrät Sportdirektor Otmar Szafnauer. "Wir haben es aber durch eine gute Abstimmung des Differentials und der KERS-Funktionen so hingekriegt, dass wir in unserem schwachen Sektor zwei so wenig Zeit wie möglich verlieren. Unsere Stunde schlägt in den beiden anderen Sektoren." Hülkenberg warnt jedoch: "Das Tempo auf eine Runde stimmt. Für die Dauerläufe müssen wir uns noch etwas einfallen lassen."

Bei Sauber ist es umgekehrt. Die Dauerläufe sind exzellent. "Uns fehlt noch der Speed auf eine Runde", klagte Technikchef Matt Morris. Mercedes wäre gerne schon so weit. "Wir haben zu hohe Oberflächentemperaturen auf den Hinterreifen", berichtete Ross Brawn. "Ich habe mit den weichen Reifen nicht mal eine Qualifikationsrunde geschafft, da haben sie schon überhitzt. Das Auto lag überhaupt nicht", stöhnte Nico Rosberg. Die technischen Probleme - zu hoher Öldruck, Motorwechsel - halfen beim Beheben der Probleme genauso wenig wie der Crash von Michael Schumacher kurz vor Ende der zweiten Sitzung.

Timo Glock hatte am Morgen den Eindruck, "grottenlangsam" zu sein, doch auf den Zeittabellen lag der Marussia-Pilot vor den beiden Caterham-Piloten. Am Nachmittag fehlten ihm drei Zehntel auf die Caterham. "Hier spielt halt das KERS eine größere Rolle als in Singapur." Dort, wo der Elektroschub nicht zum Einsatz kommt, ist Glock schneller als die Gegner in den grün lackierten Autos. Im kurvenreichen Sektor eins. "Es gibt noch Arbeit zu tun", resümierte Glock. "Auf den harten Reifen passt die Balance nicht. Auf den weichen habe ich wegen eines Bremsplattens keinen Dauerlauf geschafft. Vielleicht können wir die Lücke zu Caterham durch Feintuning am Setup noch schließen."

Die Bilder vom Suzuka-Training haben wir in der Fotogalerie.

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