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André Lotterer schlägt Teamkollegen

"Leistung ist schwer zu beurteilen"

André Lotterer - Caterham - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 23. November 2014 Foto: xpb 21 Bilder

André Lotterer hat bei schwierigen Bedingungen in Spa bisher einen perfekten Job erledigt. Im Qualifying schlug er seinen Teamkollegen Marcus Ericsson deutlich. Lotterer selbst gibt sich bescheiden.

23.08.2014 Tobias Grüner

Das Interesse an André Lotterer ist nach wie vor hoch. Obwohl der Caterham-Pilot wie erwartet aus der letzten Startreihe losfahren wird, war das Motorhome des kleinen Teams auch am Samstag (23.8.2014) wieder gut besucht, als der Le Mans-Champion von seinen Erfahrungen als 32-jähriger Formel 1-Neuling berichtete.

Dabei gibt sich der Audi-Werksfahrer erfrischend natürlich. Eine seiner wichtigsten Erkenntnisse: "Ich habe mich auf jeden Fall über die mediale Aufmerksamkeit gefreut. Das hat sich angefühlt, als sei ich ein Superstar. Dafür vielen Dank. Aber ich bin sicher, dass wenn ich die ganze Saison fahre, würden nur noch ein paar Leute über mich berichten."

Erste F1-Regenkilometer für Lotterer

Wenn er über eine ganze Saison solche Steigerungen hinlegen würde, wie an den ersten 2 Tagen im Formel 1-Auto, dann müsste sich Lotterer sicher nicht über mangelndes Interesse beklagen. Im Qualifying wurde der gebürtige Duisburger wortwörtlich ins kalte Wasser geschmissen.

"Das war heute nicht einfach. Ich habe das Auto zuvor noch nie bei feuchten Bedingungen gefahren. Da gab es viel zu lernen. Allerdings blieb nicht viel Zeit. Die Qualifying-Sitzung vergeht wie im Flug. Man kennt die Reifen nicht und muss sich Schritt für Schritt ans Limit herantasten. Ein paar Mal bin ich auch geradeaus gefahren. Aber insgesamt bin ich zufrieden", so das Fazit.

Sehr zufrieden konnte er auch beim Blick auf die Zeitentabelle sein. Teamkollege Marcus Ericsson, der im Caterham schon deutlich mehr Formel 1-Kilometer abgespult hat, wurde mit einer Sekunde Rückstand auf den letzten Platz verdrängt. Viel mehr war wohl nicht drin, oder?

"Es ist schwer zu beurteilen, ob ich viel mehr hätte leisten können oder nur ein bisschen mehr", grübelte der Aushilfsmann. "Ich weiß noch nicht, wo das Limit liegt und wie viel man noch pushen kann. Ich hätte gerne mehr Übung gehabt, um noch mehr zu zeigen." Lotterer kann realistisch einschätzen, dass er keine großen Formel 1-Erfolge mehr feiern wird: "Selbst wenn ich hier eine überragende Leistung abliefere, kann ich mir nicht vorstellen, dass plötzlich ein Top-Team anruft und sagt: André, hier ist den 3-Jahres-Vertrag."

Bleibt Lotterer bei einem F1-Einsatz?

Der Langstreckenspezialist hat kein großes Interesse an weiteren Einsätzen – mit einer Ausnahme: "Dieses Wochenende ist eine tolle Erfahrung. Aber wenn ich noch einen Grand Prix mache und hinten rumfahre, wird es auf einmal nicht mehr so interessant. Ich will Rennen gewinnen. Nur Suzuka würde mich vielleicht noch reizen. Das ist meine zweite Heimstrecke. Die kenne ich sehr gut. Da könnte ich vielleicht mit meiner Erfahrung auch noch etwas bringen."

Allerdings ist Suzuka auch das Heimspiel von Stammkraft Kamui Kobayashi. Wenn der Japaner das entsprechende Geld bringt, wird er wohl auch fahren. Marcus Ericsson steuert noch mehr Sponsor-Millionen bei. Auf den "Beitrag" des Schweden kann Caterham nicht verzichten. Sollte Kobayashi kein Geld auftreiben, stehen andere Interessenten offenbar schon bereit. In Spa wurde Ex-DTM-Pilot Roberto Merhi im Gespräch mit den Caterham-Verantwortlichen gesichtet.

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