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Angriff auf Rosberg oder Hamilton

Wie verhält man sich gegen WM-Anwärter?

FIA-PK- GP Brasilien - Interlagos - Donnerstag - 10.11.2016 Foto: xpb 89 Bilder

Die WM spitzt sich in Brasilien zu. Es ist ein Duell Nico Rosberg gegen Lewis Hamilton. Die anderen Fahrer können allenfalls noch ins Titelduell eingreifen, indem sie die WM-Aspiranten attackieren. Wie verhält man sich in so einem Fall?

10.11.2016 Andreas Haupt 2 Kommentare

Das WM-Duell wird wieder einmal zwischen den beiden Mercedes-Piloten entschieden. Es steht 349 zu 330 für Nico Rosberg. Alles spricht zwei Rennen vor Schluss für den ersten WM-Titel des 31-Jährigen und gegen den vierten des Briten. Lewis Hamilton muss schon auf kräftige Mithilfe hoffen, um die Tabelle noch zu seinen Gunsten zu drehen.

Angriff statt Zurückhaltung

Mithilfe könnte es von den anderen Piloten geben. Falls sie sich zwischen Hamilton und seinen deutschen Rivalen schieben. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn man als Fahrer ohne WM-Chancen auf einen der Anwärter auf die große Krone trifft? Volle Attacke oder doch Zurückhaltung? Die Piloten haben eine klare Meinung. Im Fall der Fälle will man angreifen und nicht freiwillig zurückstecken.

Max Verstappen hat schon in Mexiko seinen Anspruch untermauert. Er will nicht zurückstecken. Niemals. Am Start griff er nach Rosberg und der Red Bull und Mercedes berührten sich. Es hätte schon das Ende für Rosbergs Rennen nach wenigen hundert Metern bedeuten können, falls die Aufhängung am Mercedes durch den Zusammenstoß gebrochen wäre. Die Lenkung war nach dem Zwischenfall krumm. Im Rennen startete Verstappen sogar ein zweites Manöver, ohne Rücksicht auf Verluste. „Stellen Sie sich mal vor, ich würde meinem Team sagen, dass ich hinter den beiden cruise und sie nicht überhole“, stellt Verstappen klar, dass er immer zu einem Überholversuch bereit wäre. Allerdings nicht mit unfairen Mitteln. „Man behandelt sich immer mit Respekt und versucht nicht zu verunfallen.“

Hülkenberg erinnert an Vergangenheit

Red Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo übt sich ebenfalls nicht in Zurückhaltung. „Nur weil sie gegeneinander kämpfen, heißt das nicht, dass wir nicht angreifen sollten, wenn sich eine Lücke ergibt. Vor allem, wenn es um den Sieg geht, was es ja bedeuten würde, wenn wir gegen sie kämpfen.“ Der Australier findet, dass man aus Rücksichtnahme nicht die WM beeinflussen sollte. „Die Meisterschaft wird so zu Ende gehen wie es ihr bestimmt ist. Wir sollten nicht durchs Nichtstun in das Ergebnis eingreifen.“

Auch die beiden Williams-Piloten haben eine klare Meinung. Ein Rennfahrer bleibt nicht freiwillig hinter einem Konkurrenten. „Ich fahre wie gegen jeden anderen auch. Ich kalkuliere immer das Risiko, bevor ich angreife. Das würde ich auch gegen sie so machen“, sagt Valtteri Bottas. Sein Credo: „Schalte den Kopf ein, um nichts Dummes zu machen.“ Felipe Massa warnt die Silberpfeile. „Sie müssten mit mir vorsichtig sein, weil ich alles versuchen würde.“ Wenn es normal läuft, wird es nicht dazu kommen, dass Williams Mercedes in die Suppe spuckt. Außer es ereignet sich am Sonntag Ungewöhnliches. Und dafür ist die Formel 1 und der GP Brasilien ja immer gut.

Viel mehr als die Williams könnte Sebastian Vettel im Ferrari gegen Hamilton und Rosberg kämpfen. Der Heppenheimer stellt den Respekt in den Vordergrund. „Du versuchst nie etwas zu machen, was dich die Zielflagge nicht sehen lässt. Das gilt in jedem Fall, egal ob dein Gegner um die WM kämpft oder nicht. Man sollte die Situation schon im Kopf haben, weil sie die beste Arbeit über die Saison abgeliefert haben. Alle anderen sollten das respektieren.“

Nico Hülkenberg will gegen die WM-Aspiranten wie immer fahren. Aus einem einfachen Grund. „Anders herum würden es die beiden genauso machen.“ Der lange Rheinländer erinnert an Beispiele aus der Vergangenheit. „Wir sind alles Egoisten. 2010 ist Petrov Alonso auch nicht aus dem Weg gegangen, um ihm den Titel gegen Sebastian zu ermöglichen. Wir haben eine Verantwortung für das Team.“

Und was sagen Rosberg und Hamilton selbst? „Wir sind Konkurrenten wie jeder andere auch. Das wissen wir.“ Der Titelverteidiger stimmt zu.

Neuester Kommentar

Der Vettel: „Du versuchst nie etwas zu machen, was dich die Zielflagge nicht sehen lässt"

Ja ne, is klar.

Ausserdem müsste es heissen: "Viel mehr als die Williams könnte Kimi Räikönnen im Ferrari gegen Hamilton und Rosberg kämpfen"

SMG 11. November 2016, 12:56 Uhr
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