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Anklage gegen Ecclestone

Bestechung und Anstiftung zur Untreue

Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013 Foto: xpb 41 Bilder

Bernie Ecclestone ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung von der Münchner Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Die Vorwürfe gegen den 82-Jährigen: Bestechung eines Amtsträgers sowie Anstiftung zur Untreue.

15.05.2013 Tobias Grüner

Es wird langsam eng für Bernie Ecclestone. Schon lange ist der Formel 1-Boss im Visier der Münchner Staatsanwaltschaft. Im Zuge der Affäre um den ehemaligen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky zog sich auch die Schlinge um Ecclestone immer weiter zu. Zwei Mal war Mister Formel 1 schon in München, um eine Aussage abzugeben. Aus dem Zeugen wird nun der Angeklagte.

Anklage gegen Ecclestone

Wie die Süddeutsche Zeitung am Mittwoch (15.5.2013) berichtet, werfen die Ermittler Ecclestone zwei Delikte vor: Bestechung eines Amtsträgers und Anstiftung zur Untreue - jeweils im besonders schweren Fall. Die Anklage sei bereits erhoben, müsse aber noch ins Englische übersetzt und an den F1-Chefvermarkter zugestellt werden, heißt es in dem Bericht.

Alleine schon die Anklage könnte für Ecclestone unangenehme Folgen haben. Einige Formel 1-Teilhaber drängen darauf, die Rennserie an die Börse zu bringen. Schon seit einem Jahr wird das Vorhaben immer wieder verschoben. Der ungewisse Ausgang des Verfahrens verzögert den Prozess weiter. Wer will schon Aktienpakete von einem Unternehmen kaufen, bei dem ein Top-Manager bald im Gefängnis sitzen könnte.

Hat Ecclestone Gribkowsky bestochen?

Ecclestone selbst beteuert weiter seine Unschuld. Er dementiert zwar nicht, dem BayernLB-Bänker Gribkowsky im Zuge des Verkaufs der Formel 1-Vermarktungsrechte an die Investmentgesellschaft CVC im Jahr 2005 44 Millionen Dollar gezahlt zu haben. Dabei habe es sich laut Ecclestone aber nicht um Schmiergeld gehandelt.

Das sieht die Münchner Staatsanwaltschaft offenbar anders. Sie vermutet, dass Ecclestone damit den Verkauf an einen Wunschpartner absicherte. Geklärt werden muss auch, ob CVC damals einen angemessen Preis bezahlt hat, oder ob der BayernLB durch den Verkauf an das Private Equity Unternehmen Millionen durch die Lappen gegangen sind.

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