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Antwort auf Einheitsmotor

Zwei Triebwerke pro Saison

Foto: Toyota

FIA-Präsident Max Mosley droht in der aktuellen Spardiskussion der Formel 1 mit Einheitsmotoren. Die Teamchefs müssen nun bis in zwei Wochen einen akzeptablen Gegenvorschlag einbringen, wenn sie das verhindern wollen.

10.10.2008 Michael Schmidt

In der Woche nach dem GP China ist ein Treffen mit Mosley angesetzt. Nur Renault favorisiert den Vorschlag des Präsidenten. BMW-Rennleiter Mario Theissen befürchtet: "Einheitsmotoren könnten einige Hersteller vertreiben."

Bei allem Spardruck manifestiert sich im Fahrerlager die Meinung, dass ein einheitliches Motorkonzept für alle nichts mehr mit Motorsport zu tun hat. "Der technische Wettbewerb gehört zu diesem Sport. Wenn man die Rahmenbedingungen richtig festlegt, dann kann man auch mit Wettbewerb die Kosten senken", erklärt Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Sofortmaßnahmen in Planung

Um den Mosley-Plan noch zu verhindern haben sich die Hersteller auf folgende Eckpunkte verständigt. Im nächsten Jahr könnte man als Sofortmaßnahme über eine Verlängerung der Lebensdauer auf drei statt nur zwei Wochenenden nachdenken. Wenn frühestens 2011 und spätestens 2013 ein neues Motorenformat eingeführt wird, dann ist es vorstellbar Motoren zu bauen, die zehn Rennwochenenden halten.

"Wir könnten mit nur zwei Motoren pro Fahrer über die Saison kommen", blickt Haug in die Zukunft. Das würde auch die Kosten für die Kundenteams drastisch reduzieren, schiebt Theissen hinterher. "Langfristig würden dadurch die Motorenkosten um 50 Prozent gesenkt."

Kein Spareffekt durch Motorneuentwicklung

Die Motorenhersteller sind mit gutem Beispiel vorangegangen. BMW produziert heute nur noch ein Drittel der Triebwerke wie 2000. Im Vergleich zu 2005, der letzten Saison der Zehnzylinder,  sind die Kosten um 30 Prozent gesunken. Der ganze Sparkurs gerät jedoch in Gefahr, wenn die Formel 1 ein neues Motorenreglement absegnet.

Die Entwicklung eines 1,4 Liter Turbomotors wird zunächst einmal hohe Entwicklungskosten verschlingen. Theissen plädiert deshalb, mit der Einführung bis 2012 zu warten. "So könnten wir die Entwicklung strecken. Wenn wir 2011 mit neuen Motoren antreten, müssten wir morgen bereits loslegen. Das geht ins Geld."

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