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Ari Vatanen

Ex-Rallye-Star will Mosley-Nachfolger werden

GP Deutschland 2009 Foto: dpa 38 Bilder

Update ++ Der mehrmalige Dakar-Sieger Ari Vatanen will Nachfolger von Max Mosley an der Spitze des Automobil-Weltverbandes FIA werden. "Auf Wunsch vieler FIA-Mitgliedsverbände werde ich für die Präsidenten-Wahl im Oktober kandidieren", erklärte der Finne.

11.07.2009

Es sei Zeit für einen Wechsel, fügte der 57-Jährige hinzu. Sein Ziel sei es, die FIA wieder zu einen. Nach wochenlangem Streit mit der Formel-1-Teamvereinigung FOTA hatte der Brite Mosley Ende Juni zugesichert, nicht für eine weitere Amtszeit zu kandidieren. Mit seinem Versprechen verhinderte der 69-Jährige die drohende Spaltung der Königsklasse.

Dennoch gibt es weiterhin Zweifel, ob Mosley nicht doch im letzten Moment umschwenkt und eine fünfte Amtszeit anstrebt. Der seit 18 Jahren amtierende Spitzenfunktionär soll wegen des Dauerkrachs mit den Formel-1-Topteams gekränkt sein und daher seinen Posten möglicherweise doch nicht räumen wollen. Als möglichen Ersatz habe Mosley zudem seinen Vertrauten Jean Todt, den früheren Ferrari-Teamchef, im Visier, hieß es zuletzt.

Vatanen will vieles anders machen

Vatanen gilt hingegen als Mosley-Gegner und könnte daher die Unterstützung der Formel-1-Rennställe gewinnen. Der viermalige Sieger der Rallye Dakar hatte bei den jüngsten Europawahlen den erneuten Einzug ins Europa-Parlament verpasst. "Die Pflicht des FIA-Präsidenten ist es, Milliarden von Autofahrer und unseren großartigen Sport zu verteidigen", sagte Vatanen.

Dabei hat der Finne bereits konkrete Vorstellungen, wie er das Amt in Zukunft führen wird: "Ich werde es alles etwas simpler halten und die komplizierten Strukturen vereinfachen." Dabei würde der Kandidat auch nicht davor zurückschrecken, die Macht des Präsidenten zu beschneiden. "Ich würde viele Expertenkommissionen einsetzen und die Verantwortung mehr delegieren. Es geht ja nicht, dass im Weltrat über jede Kleinigkeit diskutiert wird", sagte Vatanen gegenüber auto-motor-und-sport.de.

Keine persönlichen Probleme mit Mosley

Das wichtigste sei es, wieder ein vernünftiges Klima innerhalb der FIA herzustellen. "Wir müssen uns wieder mit Respekt, Vernunft und Professionalität begegnen. Persönliche Eitelkeiten und Machtkämpfe sind der falsche Weg." Dabei betonte Vatanen, dass er keine persönlichen Probleme mit Max Mosley habe. "Ich urteile nicht schlecht über ihn. Wir haben nur eine unterschiedliche Meinung zu vielen Dingen." Außerdem sei es momentan auch nicht an der Zeit, einen Schuldigen zu suchen.

Im Gegensatz zum aktuellen Präsidenten will der Kandidat die Hersteller wieder mehr ins Boot holen. "Sie geben uns das Spielzeug, mit dem wir auf den Rennstrecken dieser Welt spielen. Natürlich kann man immer sagen, dass die Hersteller schnell verschwinden können. Meine Einstellung dazu lautet: Wir müssen einfach die Rahmenbedingungen schaffen, damit sie gar keinen Grund haben auszutreten." Der Finne betonte, dass er unabhängig sei und korrekt handeln werde.

Vatanen will gegen den Strom schwimmen

Über seine Chancen bei der Wahl wollte Vatanen noch keine konkreten Angaben machen. "Darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Es kann noch so viel passieren. Ich mache das, was jetzt möglich ist. Was am Ende dabei herauskommt, muss man abwarten. Wenn man für eine gute Sache kämpft, muss man auch manchmal gegen den Strom schwimmen."

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