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Arrivabene nimmt Team in Schutz

Ferrari mit Sorge nach Monaco

Maurizio Arrivabene - Ferrari - GP Spanien - Qualifying - Samstag - 9.5.2015 Foto: Wolfgang Wilhelm 70 Bilder

Bislang stand Ferrari in dieser Saison bei allen Rennen auf dem Podest. So auch beim GP Spanien 2015. Trotzdem ertönten bei den Italienern die Alarmglocken. Weil der Rückstand auf Mercedes größer war als auf alle anderen Rennstrecken zuvor. Maurizio Arrivabene nahm sein Team in Schutz – und blickte besorgt nach Monaco.

11.05.2015 Andreas Haupt

Ferrari reiste mit 25 Zählern aus Barcelona ab. Gemessen am letztjährigen Resultat ein sehr gutes Ergebnis. Beim GP Spanien 2014 sammelten Fernando Alonso und Kimi Räikkönen auf den Plätzen sechs und sieben insgesamt nur 14 Punkte. Das Ergebnis beschönigte die damalige Leistung. Räikkönen wurden vor 12 Monaten vom Mercedes-Duo Hamilton-Rosberg überrundet, Fernando Alonso entging der Höchststrafe nur knapp.

Ferrari auf Zeitsuche

Ein Jahr später fassten die Ferrari-Piloten 45,342 (Vettel) und 60,002 Sekunden (Räikkönen) auf den Sieger auf, was die signifikante Performance-Steigerung von Ferrari verglichen mit 2014 einmal mehr unterstrich. Ferrari ist das zweitschnellste Team der F1. Unangefochten vor Williams. Doch die guten 2015er Ergebnisse haben die Ansprüche schnell in die Höhe schießen lassen. Ferrari will nicht die zweite Geige im Formel 1-Konzert hinter Mercedes spielen. Das entspricht nicht dem Selbstverständnis. 

In Maranello ertönten erstmals die Alarmglocken - zumindest leise. Denn: Noch nie war der Abstand zu Mercedes am Ende des Rennens so groß gewesen wie in Barcelona. "Wir können mit dem Resultat zufrieden sein, über den Abstand sind wir allerdings unglücklich", sagte Vettel. In Australien kam der besten Ferrari 34,523 Sekunden hinter Hamilton ins Ziel. Weil Vettel im ersten Stint von Felipe Massa aufgehalten wurde. In China waren es 2,988 Sekunden, geschönt durch eine späte Safety-Car-Phase. In Bahrain 3,380 Sekunden. Beim zweiten WM-Lauf in Malaysia konnte man Mercedes gar bezwingen.

Letzter Sektor zu schwach

Warum also der große Abstand in Spanien? Eine richtige Erklärung hatte Ferrari nicht. Nur Ansätze: zum Beispiel die Reifen oder die Strecke. "Wir müssen das Ergebnis in Ruhe analysieren und herausfinden, warum wir so weit weg waren", gab Maurizio Arrivabene vor.

Die meiste Zeit verlor Ferrari im letzten Sektor. Dort ist mechanischer Grip und Traktion gefragt. In der Qualifikation umkurvte Rosberg die sieben Ecken in 29,547 Sekunden am Schnellsten. Dahinter folgte Hamilton in 29,689 Sekunden vor Vettel. Dem viermaligen Champion fehlte fast 5 Zehntel (0,462 Sek.). Von Daniel Ricciardo und Valtteri Bottas trennten ihn nur ein paar Zeitspähnchen. In den beiden anderen Streckenabschnitten betrug Vettels Rückstand auf die Polezeit insgesamt nur 0,367 Sekunden. "Natürlich sind wir nicht blind. Wir haben im letzten Sektor das gesamte Wochenende über eine halbe Sekunde verloren", erklärte der Ferrari-Teamchef.

Keine gegenseitigen Schuldzuweisungen bei Ferrari

Die schwächelnde Performance im letzten Streckenabschnitt trieb Arrivabene die Sorgenfalten auf die Stirn. Weil mit Monaco und Kanada nun zwei Strecken folgen, die guten mechanischen Grip erfordern. "Natürlich sind wir besorgt. Wir waren hier im letzten Sektor nicht konkurrenzfähig genug. Und jetzt kommen Monaco und Kanada. Aber wir müssen ruhig bleiben." Hoffnung dürften Ferrari die Reifen geben. Zu beiden Rennen bringt Pirelli die weichsten Mischungen. Die ungeliebten harten Gummis lässt man aus Ferrari-Sicht im Regal.

Im Entwicklungsrennen konnte Ferrari nicht aufholen. "Das neue Paket ist gut, aber nicht gut genug für Mercedes." Schuldzuweisungen lehnt Arrivabene ab. "Ich muss das Team aus der Schusslinie nehmen. Ich bin hier und trage die Verantwortung“, so der ehemalige Marlboro-Manager. "Ich möchte den Finger nicht auf die Aerodynamik-Jungs oder die Motorabteilung oder sonst wen richten. Dann wären wir im selben Chaos wie in den vergangenen Jahren. Wir müssen uns hinsetzen und analysieren."

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