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Aufatmen bei Webber

Endlich vor Vettel im Ziel

Mark Webber Foto: Wolfgang Wilhelm 60 Bilder

Mark Webber konnte am Ende des Rennens in Barcelona wieder einmal lachen. Der Vettel-Fluch ist besiegt. Dank der richtigen Strategie kam der Australier vor dem deutschen Superstar als Dritter ins Ziel.

11.05.2009 Michael Schmidt

Nach dem Abschlusstraining saß Mark Webber wie erschlagen im Red Bull-Motorhome. Sebastian Vettel hatte ihm vier Zehntel abgenommen, und das in Webbers Spezialdisziplin, der Qualifikation. "Sebastian ist eine unglaubliche Runde gefahren", sagte der Australier matt. "Dafür gibt es keine Ausrede, auch wenn er sich mit zwei frischen Satz Reifen im Top Ten-Finale besser auf das Auto mit Sprit an Bord einschießen konnte als ich. Im Gegensatz zu ihm bin ich den ersten Versuch mit gebrauchten Reifen gefahren."

Webber mit Anhänger unterwegs

Im Rennen hatte Webber zunächst 19 Runden lang Sichtkontakt zu Vettel, der hinter Massa fest hing. Und das war das Glück des 126-fachen GP-Teilnehmers. Red Bull änderte die Taktik, gab Webber Sprit für 31 Runden mit. Das Ziel hieß immer noch Massa. Den sollte der Australier in einem Fernduell besiegen. "Am Anfang dachte ich, ich sitze in einem Auto mit Wohnanhänger, so schwer war das Fahrzeug", juxte Webber. "Es ist zwar hart, so langsam herumzugurken, aber ich wusste, dass meine Zeit kommen würde, wenn mehr Sprit verbrannt ist."
 
Die Geduld zahlte sich aus. Als Massa und Vettel mit den harten Reifen bis zu zwei Sekunden auf den immer noch weich bereiften Webber verloren, da ging der Routinier vom anderen Ende der Welt virtuell an seinem Teamkollegen und dem Ferrari vorbei. Er bog mit 25 Sekunden Vorsprung zum zweiten Boxenstopp ab und kam mit fünf Sekunden Abstand vor den beiden wieder auf die Strecke zurück.

Kein Angriff auf Barrichello

Zum Schluss setzte Webber sogar noch Rubens Barrichello unter Druck. "Immer wenn ich näher zu Rubens aufschloss, begann das Auto zu rutschen. Ein Angriff wäre zu riskant gewesen." Teamchef Christian Horner freute sich mit Webber: "Es war wichtig für Mark, vor Vettel ins Ziel gekommen zu sein. Das wird ihn moralisch aufrüsten." Dass Webber kämpfen kann, zeigte er beim Re-Start, als ihn Fernando Alonso fast ausgetrickst hätte.

"Ich kam quer aus der Schikane raus, das hat Fernando ausgenutzt. Als ich ihn nach rechts abdrängen wollte, tauchte dort plötzlich die Boxenmauer auf. Ich musste zurückziehen, und Fernando war vorbei. Da habe ich in der ersten Kurve alles riskiert, um den Platz zurückzuholen. Hätte das nicht geklappt, wäre mein Rennen beendet gewesen." Mit Blickrichtung WM-Titel fordert Webber schnelle Verbesserungen bei Red Bull. "Wir müssen im Duell mit Brawn GP bald den Spieß umdrehen, sonst fahren die mit dem Titel auf und davon."

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