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Vettels Reifenplatzer in Österreich

Es erwischte den Reifen mit dem meisten Gummi

Sebastian Vettel - GP Österreich 2016 Foto: sutton-images.com 93 Bilder

Pirelli hat den Reifenplatzer von Sebastian Vettel in Österreich eingehend in seinen Labors untersucht. Im Ausschlussverfahren kam heraus, dass es sich nur um äußere Beschädingung handeln konnte. Der rechte geplatzte Reifen hatte bei dem betroffenen Satz die größte Gummiauflage.

08.07.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Pirelli war froh, dass es in Spielberg passierte. Reifenplatzer sind für den Hersteller immer ein Alarmsignal. „Zum Glück sind wir in Europa. Der Reifensatz war schon am Montag in unseren Labors in Mailand. So konnten wir schnell die ganzen Testprozeduren durchspielen“, atmete Renndirektor Mario Isola auf. Am Ende kam heraus, das der rechte Hinterreifen weder wegen zu hohem Verschleiß noch durch Ermüdung geplatzt ist.

Damit blieb nur noch eine Ursache übrig: Fremdeinwirkung. Ob ein Metallteil oder Karbonsplitter den Reifen aufgeschlitzt hat, oder der Reifen durch einen harten Schlag gegen einen Randstein beschädigt wurde, lässt sich laut Isola im Nachhinein nicht mehr feststellen.

Vettel wollte in der nächsten Runde an die Box

Ermüdung kommt nicht Frage. Das konnte Pirelli an den anderen drei Reifen der fraglichen Garnitur und an dem Reifensatz von Kimi Räikkönen erkennen. Obwohl der Red Bull-Ring nur zwei Linkskurven hat, darf man den Faktor Ermüdung nicht unterschätzen. „Die beiden Linkskurven sind die schnellsten auf der Strecke. Deshalb werden die Reifen auf der rechten Seite durchaus belastet“, erklärt Isola.

Beim Verschleiß muss man differenzieren. Bei drei der vier Reifen war die Gummischicht bis auf unter 30 Prozent abgenutzt. Ausgerechnet der geplatzte Reifen hatte noch am meisten Gummi auf der Karkasse. Die drei anderen Reifen liefen bereits auf der zweiten Gummilage, die Pirelli in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen eingezogen hat. Es handelt sich dabei um eine extrem harte Mischung. Sie sollte die Rundenzeiten drastisch ansteigen lassen, so dass der Fahrer vorgewarnt ist, um rechtzeitig an die Box zu kommen.

Doch der Trick funktionierte nicht. Schon bei den Wintertestfahrten stellte Pirelli fest, dass die Rundenzeiten praktisch konstant bleiben, auch wenn die untere Schicht erreicht ist. Deshalb fühlte sich Vettel auf der sicheren Seite. Der Ferrari-Pilot ärgert sich: „In der nächsten Runde wollte ich an die Box kommen.“ Vier Kilometer mehr, und Vettel wäre um einen Podiumsplatz gefahren.

Neuester Kommentar

Da haben wir es, was hat Vettel wohl aufgelesen das sich Pirelli dazu entschliesst für Ihre Reifen eine maximall Zahl an Runden auszugeben? Wird woll Obligatorisch wie der hohe Reifendruck.

bschenker 10. Juli 2016, 01:43 Uhr
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