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Außenseiter auf Pole Position

Keiner glaubt an Williams-Sieg

Felipe Massa - GP Österreich 2014 Foto: xpb 79 Bilder

Zwei Williams in der ersten Reihe – damit hätten vor dem Spielberg-Qualifying sicher nur die wenigsten gerechnet. Aber können Felipe Massa und Valtteri Bottas die gute Ausgangssituation auch in einen Sieg ummünzen? So recht glaubt keiner dran. Selbst bei Williams gibt es Zweifel.

21.06.2014 Tobias Grüner

Der GP Österreich erinnert bis jetzt an den GP Spanien von 2012. Völlig überraschend steht ein Williams-Pilot auf der Pole Position. Und damals wie heute glaubt vor dem Rennen keiner an einen Sieg. Doch vor 2 Jahren auf dem Circuit de Catalunya schaffte Pastor Maldonado das Kunststück. Mit einer Leistung, die ihm keiner zutraute, fuhr er den ersten Williams-Sieg nach 8 Jahren nach Hause.

Jetzt könnte es "schon" nach 2 Jahren wieder klappen. Es wäre Williams-Sieg Nummer 115 in der langen F1-Historie des Teams. Doch in Spielberg gehen die beiden Autos wieder nur als Außenseiter ins Rennen - obwohl sie beide in der ersten Startreihe stehen. "Das wird morgen eine ganz andere Geschichte als im Qualifying", warnt Valtteri Bottas auf Platz 2. "Es wird nicht leicht, die Mercedes hinter uns zu halten. Und auch andere Autos wie Ferrari und Red Bull werden stark sein."

Starkes Williams-Ergebnis auch direkt hinter Mercedes

Trotz aller Freude über seine erste Pole Position seit 2008 blickte auch Felipe Massa schon aufs Rennen: "Wir haben heute nichts anders gemacht als an den letzten Rennwochenenden. Unser Auto hat gezeigt, wie stark es ist. Auch gestern waren wir auf beiden Reifenmischungen gut unterwegs. Dennoch ist das Ergebnis eine kleine Überraschung. Wir müssen sehen, wie stark die Mercedes im Rennen sind. Wir werden alles versuchen."

So richtig glaubt aber der Brasilianer selbst nicht dran, dass es mit dem Sieg klappen kann. Es wäre sein Zwölfter. Der letzte Rennerfolg ist genau wie die letzte Pole Position 6 Jahre her. "Wir dürfen nicht vergessen, was Mercedes bisher in dieser Saison gezeigt hat. Sie hatten kein sauberes Qualifying. Momentan sind sie noch vor uns. Sie sind stärker. Wir arbeiten daran, die Lücke zu schließen. Vielleicht hilft uns die Strecke hier ein bisschen. Aber ich denke, wir werden morgen einen sehr starken Mercedes sehen. Wir müssen auf alles vorbereitet sein. Wir müssen auch daran denken, dass selbst ein Platz direkt dahinter immer noch ein unglaubliches Ergebnis für uns ist."

Rosberg hofft auf Reifenvorteil

Im Mercedes-Lager will man das aufmüpfige Kundenteam nicht schonen. Nico Rosberg denkt von Startplatz 3 nur an den Sieg. "Der dritte Platz ist okay. Ich weiß, dass ich ein schnelles Auto im Rennen habe. Natürlich wäre es aus der ersten Reihe leichter gewesen. Aber ich denke, dass man hier gut überholen kann." Der WM-Spitzenreiter hofft, dass ihm der weniger starke Reifenverschleiß hilft. "Im ersten Stint werden die weichen Reifen sicher stark abbauen. Vielleicht habe ich am Ende eine gute Chance. Ich bin mir sicher, dass ich ein gutes Auto im Rennen haben werde."

Die Silberpfeile haben sich mit dem Setup nur auf den Sonntag konzentriert. Im Qualifying wurden dafür ein paar Zehntel geopfert, was Williams direkt ausgenutzt hat. Bei der Konkurrenz glauben nicht viele daran, dass die weißen Autos mit den Martini-Streifen auch nach der Zielflagge jubeln können.

Button und Hülkenberg skeptisch

Jenson Button freut sich über das ungewöhnliche Ergebnis, erwartet für das Rennen aber wieder etwas normalere Verhältnisse. "Für den Sport ist es gut, dass alles etwas durcheinander gemischt ist und Mercedes nicht schon wieder vorne steht. Ich hätte mir allerdings lieber gewünscht, dass nicht ein Team vorne steht, gegen das wir in der Konstrukteurs-WM kämpfen", so der McLaren-Pilot.
 
"Ich hätte nicht gedacht, dass sie hier wieder so stark sind wie in Kanada. Ich denke aber, dass es morgen eine andere Geschichte wird. Ich erwarte Mercedes wieder blitzschnell, wie wir sie schon im Training gesehen haben. Dahinter wird es einen spannenden Kampf geben."
 
Auch Force India-Kollege Nico Hülkenberg glaubt nicht an einen Sieg. "Williams war schon das ganze Wochenende unter den ersten Fünf. Die haben gezeigt, dass sie schnell sind. Ich glaube aber, dass es morgen anders aussehen kann. Die haben oft schon im Qualifying sehr gut ausgesehen und im Rennen dann ein bisschen Schwierigkeiten gehabt. Da müssen wir mal abwarten, ob sie diese Pace wirklich durchhalten können."

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