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Aussprache bei Williams

Neue Regel für Stallorder

Felipe Massa - Williams - Formel 1 - GP Bahrain - Sakhir - 3. April 2014 Foto: xpb 62 Bilder

Felipe Massa, Valtteri Bottas und die Williams-Ingenieure haben die Stallorder vom GP Malaysia diskutiert. Man rang sich zu der Erkenntnis durch, dass sie ein Fehler war. Jetzt gibt es eine neue Regel: Die beiden Fahrer dürfen gegeneinander fahren, bis der Kommandostand eingreift.

03.04.2014 Michael Schmidt

Felipe Massa hat viel Selbstvertrauen getankt. Er hat sein Ferrari-Trauma abgestreift, das ihn zur Nummer zwei hinter Fernando Alonso abgestempelt hat. Als der Brasilianer beim GP Malaysia von Chefingenieur Rod Nelson aufgefordert wurde, Platz für Valtteri Bottas zu machen hörte er weg. Als nichts passierte, gab Williams in den letzten zwei Runden die Order aus, dass beide Fahrer Position halten sollten.

Hinterher rechtfertigte sich die Teamleitung damit, dass man Bottas zwei Runden lang eine Chance geben wollte um an Jenson Button vorbeizukommen. Hätte er es nicht geschafft, hätte er Massa wieder vorbeilassen müssen. Hätte er es gemacht? "Natürlich", antwortete der Finne.

Williams gibt Fehler zu

Das Thema wurde nach dem zweiten Grand Prix des Jahres lang und breit zwischen Fahrern und Ingenieuren besprochen. Felipe Massa fasst den Krisengipfel so zusammen: "Es wird sich so nicht mehr ereignen. Alle wissen, dass es der falsche Zeitpunkt und deshalb nicht korrekt war. Ich habe auch im Rückblick alles richtig gemacht." Das sei vom Team auch so bestätigt worden.
 
Während Massa behauptet, ein solches Szenario sei vorher nie diskutiert worden, beharrt Bottas darauf, dass man vorher darüber gesprochen habe. Eine leichte Verärgerung ist ihm immer noch anzumerken: "Das Team hätte die Situation besser erklären müssen. Wir sind Rennfahrer, fahren für das Team, aber auch für uns selbst. Für mich war das zweite Kommando schlimmer. Wenn das Team dir sagt, dass du nicht mehr angreifen darfst, ist es hart."

Massa nicht grundsätzlich gegen Teamorder

Massa ist nicht grundsätzlich gegen Stallregie. "Es gibt Situationen, in denen sie Sinn macht. Ich habe 2007 Kimi beim Titelgewinn geholfen. Ein Jahr später war ich der Nutznießer." War unter dem Gesichtspunkt Ferraris Stallregie von Hockenheim 2010 gerechtfertigt? "Wahrscheinlich nicht", lächelt Massa verlegen. Und warum hat er damals Platz gemacht und letzten Sonntag nicht? "Das sind die Lernprozesse, die du im Leben durchmachst."

Der Brasilianer macht klar, dass er mit Bottas kein Problem habe. "Valtteri kann nichts dafür. Es waren Anweisungen vom Team. Wir sind Fahrer und wollen um den bestmöglichen Platz kämpfen." Williams wird seine Fahrer deshalb in Zukunft gegeneinander fahren lassen. Außer es gibt einen plausiblen Grund, diese Regel aufzuheben. Das kann der Punktestand am Ende des Jahres sein oder eine unterschiedliche Strategie.

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