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Badoer-Berater

Schumacher kommt doch nach Valencia

Michael Schumacher Foto: dpa

Also doch: Michael Schumacher kommt zum Großen Preis von Europa nach Valencia. Allerdings wird der siebenmalige Formel-1-Weltmeister nach seinem geplatzten Comeback nicht selbst am Steuer Gas geben, sondern Ferraris Ersatz-Ersatzmann Luca Badoer auf Touren bringen.

18.08.2009

"Michael kommt auf Bitten des Teams, um das Team und Luca zu unterstützen", sagte seine Sprecherin Sabine Kehm am Dienstag (18.8.). Der 38-jährige Badoer wird in der spanischen Hafenstadt erstmals seit 1999 wieder ein Formel-1-Rennen bestreiten, nachdem Schumacher selbst schweren Herzens aus gesundheitlichen Gründen seine eigene Rückkehr hatte absagen müssen.

Nun will der 40-Jährige dem Italiener Badoer mit Rat und Tat zur Seite stehen. So wie es Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo schon prophezeit hatte, nachdem Schumacher am 11. August seine Pläne öffentlich abgehakt hatte, für den verunglückten Felipe Massa einzuspringen. "So wie Schumacher an Ferrari hängt, wird er für Luca wie eine Glucke sein", hatte di Montezomolo angekündigt.

Badoer wird Gené vorgezogen

Ein Vorteil für Badoer wird sein, dass sich das mediale Interesse vor allem um Schumacher drehen wird. Der Italiener, bei seinen bisherigen 49 Grand-Prix-Teilnahmen ohne einen einzigen Zähler, kann derweil fast schon im Hintergrund auf dem Hafenkurs seine Runden im neuen F60 neben Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen drehen.

Zumal auch der Unmut der heimischen Fans, dass Ferrari anstelle des Spaniers Marc Gené dem Italiener Badoer das freie Cockpit übereignete, der Begeisterung über die Start-Freigabe für Lokalmatador Fernando Alonso gewichen sein dürfte. Und der zweimalige Weltmeister selbst will mit seinem Renault die Fans entsprechend belohnen. "Ein Heimrennen ist immer etwas besonderes", sagte Alonso am Dienstag. "Die Unterstützung wird fantastisch sein."

Schumacher und Alonso sollen Ticketverkauf ankurbeln

"Es hätte keinen Sinn gehabt, einen Grand Prix in Spanien ohne das Idol des Motorsports in Spanien auszurichten", hatte Jorge Martinez Aspar von der Streckenbetreiber-Gesellschaft nach dem Revisionsentscheid am Montag bereits gesagt. Gebannt dürfte durch die Aufhebung der Renault-Sperre für den elften Saisonlauf auch die Gefahr eines Geisterrennens sein. Nur 47.000 Karten waren bis zum Urteil am Montag durch das Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes FIA verkauft. 78.000 Plätze bietet der Kurs - im Vorjahr bei der Premiere waren es noch 112.000 gewesen.

Dass neben Alonso im Cockpit nun auch noch Schumacher in der Boxengasse die PS-Fans anlocken wird, ist zumindest ein kleiner Trost für alle "Rotkäppchen", die sich schon auf die Reaktivierung des Rekordweltmeisters gefreut hatten. Die Folgen seines Motorrad-Unfalls - Knochenbrüche im Hals- und Kopfbereich - lassen einen Renn-Einsatz auf vier Rädern vorläufig nicht zu. Zusammen mit Badoer, der nun den in Ungarn zuletzt verunglückten Massa vertritt, hatte sich Schumacher im Kart auf sein erhofftes Comeback vorbereitet.

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