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Badoer vor dem Aus

Wer wird Massa-Ersatz-Ersatz bei Ferrari?

GP Europa 2009 Foto: dpa 60 Bilder

Die blamable Leistung von Luca Badoer in Valencia hat auch die Ferrari-Verantwortlichen beunruhigt. Teamchef Stefano Domenicali erwartet in Spa eine deutliche Steigerung. Wir haben schon einmal die Alternativen für den Fall, dass die Resultate nicht besser werden.

26.08.2009 Tobias Grüner

Die Verletzung von Massa hat das Ferrari-Lager in Unruhe versetzt. Nach dem gescheiterten Comeback von Michael Schumacher folgte in Valencia der nächste Rückschlag. Nun stellt sich die Scuderia die Frage: Will man ausgerechnet zum Heimspiel in Monza mit einem Luca Badoer antreten, der seine Formel 1-Tauglichkeit noch nicht unter Beweis gestellt hat?

In Valencia agierte der Aushilfsmann unglücklich. Die Fehlerliste ist lang. Im Training war Badoer nur in der Boxengasse schnell, wo er sich gleich vier Strafen einhandelte. Im Rennen war er dann zu langsam in der Box, als er Romain Grosjean freiwillig vorbeiließ. Die überfahrene Begrenzungslinie, die Durchfahrtsstrafe und der Dreher in Runde 35 gaben den Kritikern weitere Munition. Dabei war alleine schon der fehlende Speed genug Anlass zur Sorge. 2,6 Sekunden auf Teamkollege Räikkönen waren im Qualifying einfach zu viel.

Hinter den Kulissen wird bei der Scuderia sicher schon über ein Plan B diskutiert. Viele gute Fahrer stehen allerdings nicht bereit, um im Falle einer weiteren Pleite das F60-Cockpit zu übernehmen. Die beste Lösung steht diese Saison nicht mehr zur Verfügung. Auch wenn Michael Schumacher eine Verschiebung seines Comebacks nie richtig dementierte, sind die Chancen auf eine Blitzheilung seiner schweren Knochenbrüche im Kopf- und Wirbelbereich gleich null.

Die weiteren Alternativen:

Giancarlo Fisichella:
Der Italiener in Diensten von Force India will Luca Badoer sowieso ersetzen: Er hat sich für die kommende Saison um den Testfahrerjob bei Ferrari beworben. Da wäre es wohl das Einfachste, den Römer schon ein paar Monate früher ins Team zu beordern. Vitantonio Liuzzi könnte bis Saisonende den zweiten Force India pilotieren.

Jules Bianchi:
Ein weiterer aussichtsreicher Kandidat ist Jules Bianchi. Der 20-jährige Franzose fährt in der Formel 3 Euroserie momentan allen Konkurrenten davon. Für ein Engagement bei Ferrari spricht außerdem die Verbindung über seinen Manager Nicolas Todt, der auch den verletzten Felipe Massa betreut.

Nico Hülkenberg:
GP2-Spitzenreiter Nico Hülkenberg erklärte vorsorglich schon einmal, dass er jetzt schon bereit sei für einen Einstieg in die Königsklasse. Allerdings ist der Rheinländer diese Saison noch vertraglich an Williams gebunden. Das Team wird wohl kaum den eigenen Mann zum Kontrahenten ziehen lassen. Wahrscheinlicher ist, dass Manager Willi Weber das Angebot an Ferrari als Druckmittel gegen Williams einsetzt, um das 22-jährige Ausnahmetalent endlich in der Formel 1 unterzubringen.

Nelson Piquet:
Per E-Mail hat Nelson Piquet bei Stefano Domenicali angefragt, ob es eine Chance für ihn gibt, die Saison im Ferrari zu beenden. Der Brasilianer wurde allerdings erst einmal auf die Warteliste gesetzt, was man auch als Absage werten kann. Ferrari setzt keine Piloten ein, die bei anderen Teams vor die Tür gesetzt wurden. Deshalb ist auch Sebastien Bourdais keine Option für die Scuderia.

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