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Sicherheit in Bahrain

Force India setzt zweites Training aus

Force India Nico Hülkenberg GP Bahrain 2012 Foto: xpb 77 Bilder

Update ++ Force India hat das zweite freie Training von Bahrain am Freitag (20.4.) ausgelassen. Nach dem Zwischenfall am Mittwoch, bei dem Mechaniker des Rennstalls in einen Aufruhr zwischen Polizei und Demonstranten gerieten, geht im Team die Angst um. Es wurde sogar über eine Abreise diskutiert.

20.04.2012 Michael Schmidt, Bianca Leppert

Bernie Ecclestone hatte gleich nach seiner Ankunft an der Rennstrecke von Bahrain viel zu tun. Sein erster Gang führte ihn in den Pavillion von Force India. Von dort kamen Gerüchte, das Team wolle abreisen.

Force India lässt zweites Training ausfallen

Am Mittwoch war ein Mannschaftsbus auf der Autobahn von Sakhir nach Manama in ein Gefecht zwischen jugendlichen Demonstranten und der Polzei geraten. Dabei flogen Molotovcocktails. Die Polizei setzte Tränengas ein. Die Force India-Crew war zufällig in die Ausschreitungen geraten. Ein Mechaniker und der Mann, der für den Boxenfunk verantwortlich war, reisten daraufhin ab.

Der Rest der Truppe blieb mit einem unguten Gefühl. Am Freitag rebellierte ein Teil der Mannschaft. Die Angst geht um, noch einmal in einen Hinterhalt zu geraten. Es wurde sogar diskutiert, komplett abzureisen. Bernie Ecclestone konnte die Teamleitung zu Bleiben überreden. Sportdirektor Bob Fernley bestätigte: "Wir fahren die Qualifikation und das Rennen, wollen aber das zweite freie Training am Nachmittag verkürzen."

Ecclestone versteht Force India-Problem nicht

Am Ende ließ man die zweite Sitzung komplett ausfallen. Die Teammitglieder wollen aus Sicherheitsgründen nicht bei Dunkelheit ins Hotel zurückfahren. Während die Konkurrenz am Nachmittag auf der Strecke weitere Runden drehte, trafen sich die Fahrer und Ingenieure von Force India und hielten ihre Meetings ab, die sonst erst am Abend stattfinden. Der gesamte Trainingsplan wurde so modifiziert, dass Force India bereits am Vormittag genügend Daten sammeln konnte. Auch der Trainingsplan für Samstag wurde berücksichtigt und umgestellt.

Dabei hatte Formel 1-Chef Ecclestone dem Team angeboten, dass er persönlich mit den Mechanikern und Ingenieuren den Heimweg antritt. "Egal zu welcher Zeit. Auch nachts um 1 Uhr."

Ecclestone erklärte, dass er die Entscheidung von Force India nicht nachvollziehen könne. Zur Begründung sagte Sportdirektor Fernley: "Wir sprechen über Emotionen, nicht über Logik. Wir müssen die emotionalen Bedürfnisse der Mannschaft berücksichtigen. Wir arbeiten als Team und die Fahrer sind Teil des Teams. Sie unterstützen die Mannschaft."

Force India will Qualifying und Rennen fahren

Ob sich Force India mit dieser Maßnahme einen Gefallen getan hat, ist zu bezweifeln. Wer sich um die Sicherheit sorgt, müsste die Dunkelheit abwarten. Sollten es Rebellen auf Mitglieder des GP-Zirkus abgesehen haben, dann sind diese am ehesten bei Tageslicht auszumachen.

Auf die Frage, ob man Angst habe, antwortete Fernley: "Wir haben keine Bedenken. Aber es ist einfach eine pragmatische Herangehensweise an unsere Situation. Unsere ist anders als die der anderen." Im Qualifying und im Rennen will Force India aber auf jeden Fall antreten.

Kritiker wenden allerdings ein, dass das Qualifying ja auch um die gleiche Uhrzeit wie das Freie Training stattfinde. Wie will die Mannschaft dann bei Tageslicht zurückfahren? "Wir sind effizient genug, vor Einbruch der Dunkelheit fertig zu sein", erklärt Teammanger Andy Stevenson. Das bestätigt auch Williams-Teammanager Dickie Stanford. "Force India sind immer am ehesten fertig. Das war schon immer so. Wir wissen nicht, wie die das machen."



Dickie Stanford: ""

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