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Bahrain-Experte Sebastian Buemi

"Absage war die richtige Entscheidung"

Formel 1 Test 2011 Barcelona Montag Foto: xpb 62 Bilder

Kein Formel 1-Pilot kennt sich mit Bahrain so gut aus wie Sebastien Buemi. Der Toro Rosso-Pilot hat selbst mal im Wüstenkönigreich gelebt. Teile seiner Familie wohnen immer noch dort. Der Bahrain-Experte hat Verständnis für die Absage: "Es war die richtige Entscheidung."

21.02.2011 Tobias Grüner

Sebastian Buemi ist ein Weltenbürger, wie er im Buche steht. Der Toro Rosso-Pilot besitzt sowohl den schweizer als auch den italienischen Pass. Er wohnt in Monaco und spricht fließend englisch, deutsch und französisch. Auch zu Bahrain hat der erst 22-Jährige eine ganz besondere Beziehung. Knapp zwei Jahre war das Talent im Wüsten-Königreich gemeldet. Buemis Onkel lebt immer noch dort.

Buemi mit Familie in Bahrain

Der Kontakt zur Familie im nahen Osten ist immer noch eng. "Die Kinder meines Onkels haben gerade ihre Ferien in der Schweiz verbracht. Die fliegen heute zurück", berichtet Buemi am letzten Testtag in Barcelona. Besonders große Angst um seine Angehörigen scheint der Youngster momentan nicht zu haben. "Ich glaube, es ist wieder etwas ruhiger geworden", berichtet Buemi über die aktuelle Lage in Bahrain.

Für die Absage des Grand Prix-Rennen zeigt der Pilot Verständnis. "Man darf dabei kein Risiko eingehen. Es ist nicht sicher, dass in zwei Wochen noch alles in Ordnung ist. Die Absage war die richtige Entscheidung." Gerne würde der Toro Rosso-Pilot den Lauf in Bahrain später in der Saison nachholen. "Ich hoffe aber nicht, dass das Finale in Bahrain auf den 24. Dezember gelegt wird", grinst der schnelle Schweizer.

Buemi hofft auf bessere Reifen in der Hitze

Die ebenfalls abgesagten Testfahrten von Bahrain soll am achten März in Spanien nachgeholt werden. Auch das kommt Buemi gelegen. Toro Rosso hat den Test fest eingeplant. "Wir müssen noch einige Sachen entwickeln", erklärt der Pilot. Ganz ersetzen lässt sich Bahrain aber nicht durch Barcelona oder Jerez. Viele Teams wären für den letzten Test lieber in konstant warme Gefilde gezogen, um vor allem die Reifen unter realistischeren Bedingungen zu erproben.

"Die Reifen sind im Vergleich zu Jerez schneller geworden. Die Abnutzung ist aber immer noch ziemlich hoch. Wir erwarten drei bis vier Stopps", analysiert Buemi. "Es kann sein, dass sich das im Warmen ändern wird. Außer in Abu Dhabi sind wir ja bisher noch nie bei etwas höheren Temperaturen gefahren. Seitdem sind die Reifen aber komplett anders. Ich hoffe, dass es beim letzten Test noch einmal heißer wird."

Buemi zufrieden mit neuem Auto

Mit seinem eigenen Auto ist Buemi dagegen glücklich. Der neue Toro Rosso STR6, der mit den extrem unterschnittenen Seitenkästen seinesgleichen sucht, scheint gut zu laufen. Die Zuverlässigkeit stimmt. "Wir sind am Montag den ganzen Tag ohne Probleme gefahren. Das Auto ist komplett anders, da hat das Team wirklich eine gute Arbeit abgeliefert", gibt der Fahrer das Lob an seine Mannschaft weiter.

Wie gut der Speed im Vergleich zur Konkurrenz ist, kann Buemi noch nicht einschätzen. "Es ist noch zu früh etwas zu sagen. Viele Teams planen ein Update für das erste Rennen. Nach der Bahrain-Absage hat jeder noch mehr Zeit bis Australien. Da wird sich noch einiges ändern." Allerdings stimmen die ersten Ergebnisse den Schweizer optimistisch. "Unser Ziel ist es, regelmäßig in die Punkte zu fahren. Momentan sind wir im Plan. Wir sind gut dabei. Ich möchte auf dem Boden bleiben, aber es wird nicht schlecht, glaube ich."

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