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BAR empört über FIA-Urteil – Schumacher

"Schade"

Foto: BAR

"BAR-Honda ist entsetzt von der Entscheidung des FIA-Berufsgerichts." Zwei Stunden nach der Urteilsverkündigung des FIA-Tribunals in Sachen "Tank-Skandal" am Donnerstag (5.5) nahm BAR-Teamchef Nick Fry Stellung.

05.05.2005

"Wir haben bewiesen, daß das Auto den Regeln entsprochen hat und die FIA räumt nun ein, daß die Regeln unklar sind.“ Fry bezieht sich dabei auf die schwammige Formulierung in den Formel 1-Regeln, wonach es nirgendwo exakt definiert ist, ob das Mindestgewicht mit oder ohne Benzin an Bord ermittelt wird. BAR-Honda betonte stets, dass Jenson Buttons Auto zu keinem Zeitpunkt des Rennens weniger als die geforderten 600 Kilogramm wog. "Dies wurde von der FIA auch nicht angezweifelt“, sagte Fry in Barcelona.

Auf völliges Unverständnis stößt bei BAR-Honda das Strafmaß, Aberkennung von Buttons drittem Platz vor zwei Wochen in Imola, zwei Rennen Sperre (Barcelona und Monaco) sowie eine sechsmonatige Sperre, die für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Berufungsgericht habe ja ausdrücklich den ursprünglich von der FIA erhobenen Vorwurfs des Betrugs zurückgewiesen, meint Fry. "Das Strafmaß ist ganz und gar unangemessen.“

GP-Start per Einstweiliger Verfügung?

Ob BAR am Sonntag zum GP von Spanien startet, ist indes ungewiß. "Wir prüfen gerade, welche Optionen wir haben“, sagte Fry. Per Einstweiliger Verfügung könnte sich BAR theoretisch das Recht zur Teilnahme erzwingen. Das Anrufen eines ordentlichen Gerichts wäre jedoch ein klarer Rechtsbruch in bezug auf das Sportgesetz. Im Motorsport erklärt nämlich jeder Lizenznehmer ausdrücklich, die Sportgerichtsbarkeit anzuerkennen und auch den normalen Rechtsweg zu verzichten.

Im Fahrerlager wird BAR von vielen Seiten ohnehin ein großer Mangel an taktischem Geschick unterstellt. Einige Beobachter meinen, dass sich BAR bei der FIA unbeliebt machte, als man auf Druck von Honda den Schulterschluss mit der Herstellervereinigung GPR (Grand Prix Racing) suchte.

Weltmeister Michael Schumacher kommentierte die BAR-Affäre zurückhaltend: "Natürlich belebt Konkurrenz das Geschäft. So betrachtet ist es natürlich schade, wenn zwei Gegner fehlen.“

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