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BAR

Noch härtere Strafe?

Foto: Daniel Reinhard 40 Bilder

Die Sportbehörde FIA droht dem für zwei Rennen gesperrten BAR-Team mit einer deutlichen Erhöhung des Strafmaßes mit der Begründung, der Rennstall schade dem Ansehen des Motorsports. Die Mehrheit der Motoren-Hersteller schlägt sich derweil auf die Seite der Verurteilten.

10.05.2005

Sowohl BAR-Honda als auch die Herstellervereinigung zweifeln offen oder indirekt die Unabgängigkeit des FIA-Berufungsgerichts an, das den Rennstall am 5. Mai für zwei Rennen von der EM ausschloss und die Punkte von Imola strich.

FIA-Präsident Max Mosley, gelernter Jurist, meint: "Die Unabhängigkeit des Schiedsgerichts ist in vielen Fällen von anderen Instanzen bestätigt worden." In einer Pressemitteilung der Hersteller Mercedes, BMW, Renault, Honda und Toyota war das Gericht indirekt angegriffen worden. Im letzten Absatz forden die Unterzeichner ein klares Reglement und eine unabhängige Gerichtsbarkeit.

BAR-Teamchef Nick Fry fand noch deutlichere Worte: "Warum sind wir die einzige internationale Sportart, die kein unabhängiges Gericht hat?" Zudem beschwerte sich Fry, dass sein Team nach europäischem Recht die Möglichkeit hätte haben sollen, den Fall vor einem englischen Gericht zu verhandeln.

Gummipraragraph mit beliebigem Strafmaß

Was die Chancen vor einem Zivilgericht anbelangt, warnte Mosley: "Sie würden in der Luft zerrissen." Bezüglich der Aussagen von Fry droht die Sporthoheit nun mit weiteren Sanktionen. Laut Artikel 151c des Sportgesetzes kann die FIA einschreiten, wenn sie das Ansehen des Sports in der Öffentlichkeit gefährdet sieht.

Es handelt sich um einen dieser Gummi-Paragraphen, die den Herstellern ein Dorn um Auge sind. Das Straßmaß kann die Sporthoheit selbst festlegen. Es reicht von einer Ermahnung bis zum mehrjährigen Auschluss aus dem Wettbewerb. Die FIA droht, besonders Frys Aussagen noch einmal besonders unter die Lupe zu nehmen.

FIA: "Hersteller sind nicht eingeladen"

Erfahrene Beobachter der Formel 1-Politik werten die Drohgebärde aus Paris jedoch eher als Warnschuss gegen die Hersteller. Max Mosley ist erbost, dass sich diese mit den erwischten Schummlern solidarisieren: "Kein Hersteller, wie groß auch immer, darf sich das Recht herausnehmen, sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen."

Die FIA steht auf dem Standpunkt: "Die Hersteller kamen aus Eigennutz in die Formel 1. Sie sind nicht eingeladen worden, sie haben sich selbst eingeladen." Die umgangssprachliche Übersetzung dieses Textes lautet: "Wenn es Euch hier nicht passt, geht doch woanders hin."

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