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Barcelona F1-Test 2014 (Tag 1)

Marussia überrascht mit Tagesbestzeit

Max Chilton - Marussia - F1 Test Barcelona (1) - 13. Mai 2014 Foto: xpb 81 Bilder

Marussia-Pilot Max Chilton ließ sich am ersten von zwei Testtagen in Barcelona überraschend die schnellste Runde des Tages notieren. Lewis Hamilton musste sich ausnahmsweise mal mit Rang 3 begnügen. Ferrari kam beim Testauftakt nicht in die Gänge.

13.05.2014 Tobias Grüner

Die 11 Formel 1-Teams hatten sich für den ersten Testtag in Barcelona viel vorgenommen. Auf den Plänen der Ingenieure stand Aero-Daten sammeln, Setup-Vergleiche fahren und – zumindest bei Toro Rosso und Sauber – Reifen für 2015 testen. Doch ein Blick aus dem Fenster verriet den Technikern schon in der Früh, dass die großen Pläne direkt in den Müll wandern können.

Kleinere Schauer über Nacht und immer wieder einsetzender Nieselregen in der Früh brachten das Testgeschehen am Vormittag teilweise zum Erliegen. Nur Pirelli freute sich. Sportchef Paul Hembery hatte sich eine feuchte Strecke gewünscht, um die Intermediates zu testen. Bei dem Reifen für halbfeuchte Bedingungen bestehe noch Nachbesserungsbedarf, hatte Hembery schon am Wochenende erklärt.

An eine vernünftige Setup-Arbeit war bei den Teams dagegen zunächst nicht zu denken. Temperaturen deutlich unter der 15°C-Marke sorgten zusätzlich für wenig repräsentative Bedingungen.

Nur 21 Runden für Kimi Räikkönen

Bei Ferrari wurde nicht nur das Wetter sondern auch die Technik zum Spielverderber. Mit rauchendem Heck musste Kimi Räikkönen sein Auto schon in der Früh abstellen. Erst am Nachmittag zeigte sich der rote Renner wieder auf der Piste, nachdem die Antriebseinheit gewechselt war. Kaum draußen, kam der F14T aber schon wieder Huckepack auf dem Transporter zurück an die Garage. Der Iceman hatte sich in Kurve 4 ins Kiesbett gedreht, was einen Tausch des lädierten Unterbodens zur Folge hatte. Insgesamt kamen somit nur 21 Runden für Räikkönen zustande.
 
Auch der Red Bull streikte zwischenzeitlich. Das Auto von Sebastien Buemi verteilte im ersten Streckenteil ordentlich Öl auf der Piste als das Getriebe seinen Geist aufgab. Damit war die Session am frühen Nachmittag vorzeitig beendet. Sauber-Pilot Giedo van der Garde kam dagegen erst mit etwas Verspätung in die Gänge. Ein Problem mit dem Antrieb reduzierte die Zahl der geplanten Testrunden für Pirelli am Vormittag.
 
Richtig Betrieb gab es aber sowieso erst nach der Mittagspause auf dem Circuit de Catalunya. In der zweiten Hälfte der Sitzung trocknete die Strecke immer weiter ab und ließ nach und nach auch die ersten Dauerläufe auf Slicks zu. In der letzten Stunde machten sich die Piloten dann mit kürzeren Runs richtig auf Zeitenjagd.

Showzeit von Chilton mit Supersofts

Die mit Vorsicht zu genießende Tabelle zeigte am Ende des Tages eine ungewöhnliche Reihenfolge an: Max Chilton sicherte sich kurz vor Abschluss der Session die Spitzenposition. Bei seiner schnellste Runde (1:26.434 Min.) war der Brite mehr als 3 Sekunden schneller unterwegs als bei seiner Quali-Bestzeit 3 Tage zuvor, mit der er im Q1 ausgeschieden war. Das Geheimnis der plötzlichen Leistungsexplosion: Supersoft-Reifen und sehr wenig Sprit im Tank.

Ähnliches lässt sich auch über den Zweitplatzierten berichten. Lotus-Testfahrer Charles Pic war im Vergleich zu Chilton auf etwas härteren Soft-Reifen 3 Zehntel schneller als sein Teamkollege Grosjean zuvor im Qualifying. Er verpasste Chiltons Bestzeit am Ende um 2 Zehntel. Sonntags-Sieger Lewis Hamilton musste sich - auf noch härteren Medium-Gummis - ausnahmsweise mit Rang 3 begnügen. Nico Hülkenberg landete hinter Räikkönen und Vergne auf Platz 6. Die meisten Kilometer des Tages spulte Sauber-Testfahrer Giedo van der Garde mit 86 Umläufen ab.

Kobayashi mit heftigem Crash

Für den negativen Schlusspunkt des Tages sorgte Kamui Kobayashi. Der Caterham-Pilot versenkte sein Auto in Kurve 3 in der Bande. "Der Einschlag war hart. Es ist wohl ziemlich viel kaputt", berichtete der Japaner anschließend. "Ich entschuldige mich bei meinen Jungs, die jetzt die ganze Nacht arbeiten müssen. Zum Glück kam der Crash erst am Ende der Session, als wir mit dem Großteil des Programms durch waren."

Am Mittwoch wird die Barcelona-Woche mit dem zweiten Testtag abgeschlossen. In der Bildergalerie haben wir noch einmal die besten Fotos der ersten Session für Sie.

FahrerTeamZeitRunden
1. Max ChiltonMarussia1:26.434 Min.60
2. Charles PicLotus+ 0.22770
3. Lewis HamiltonMercedes+ 0.24079
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0.53121
5. Jean Eric VergneToro Rosso+ 1.29052
6. Nico HülkenbergForce India+ 1.29353
7. Felipe MassaWilliams+ 1.32255
8. Jenson ButtonMcLaren+ 1.89974
9. Kamui KobayashiCaterham+ 3.66772
10. Sebastien BuemiRed Bull+ 5.00654
11. Giedo van der GardeSauber+ 5.34986
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