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Barcelona-Test 2

Williams vorne dabei

Foto: Williams F1

Drei Wochen vor dem Saisonstart in der Formel 1 hat Nico Rosberg seine vielversprechende Frühform bestätigt. Der Wiesbadener belegte am vorletzten Testtag (27.2.) in Barcelona als bester Deutscher den vierten Rang.

27.02.2008

Schneller als Rosberg waren am Dienstag auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona lediglich das Silberpfeil-Duo mit Vizeweltmeister Lewis Hamilton aus England und Heikki Kovalainen (Finnland) sowie dessen Landsmann und Champion Kimi Räikkönen im Ferrari. McLaren-Mercedes-Mann Hamilton, der wie das gesamte Team nach den Ausschreitungen an selber Stelle vor drei Wochen weitgehend abgeschirmt wurde, hatte bereits am Montag die schnellste Rundenzeit erzielt und dabei auch den siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher hinter sich gelassen.

Silber deutlich vor rot

Am zweiten Testtag benötigte Hamilton 1:21.234 Minuten für den 4,655 Kilometer langen Kurs. Sein neuer Teamkollege Kovalainen war zwei Zehntelsekunden langsamer. Hamiltons ehemaliger Rennstallrivale Fernando Alonso kam indes nicht über den enttäuschenden 13. Rang hinaus. In seinem neuen Renault R28 hatte der spanische Lokalmatador fast zwei Sekunden Rückstand auf Hamilton. Besser lief es dagegen erneut für Alonsos Nachfolger auf dem WM-Thron: Räikkönen fuhr im Ferrari mit allerdings beachtlichen 0,488 Sekunden Rückstand auf den dritten Platz.

Aus deutscher Sicht sorgte auch Sebastian Vettel für positive Mienen. Und das nicht einmal beim eigenen Rennstall. Der Heppenheimer wechselte für einen Arbeitstag das Team. Statt für Toro Rosso drehte er für Schwester-Rennstall Red Bull 110 Runden - so viele wie kein anderer der insgesamt 19 Piloten. Vettel ersetzte bei den "Roten Bullen" den verletzten Routinier David Coulthard. Der Schotte hatte sich am Montag eine Nackenblessur zugezogen und wurde vorsichtshalber geschont. Daraufhin lieh Red Bull den deutschen Hoffnungsträger kurzerhand aus.

Japaner mit Problemen

Nick Heidfeld konnte dagegen den Aufwärtstrend nicht bestätigen. Der 30-jährige Mönchengladbacher landete lediglich auf dem 15. Rang mit 2,050 Sekunden Rückstand auf Hamilton. Noch schlechter lief es für Timo Glock. Der Toyota-Pilot aus Wersau wurde Letzter. "Wir haben von vornherein gewusst, dass wir noch ein bisschen brauchen, bis wir das Auto in der Richtung haben, wo wir es haben wollen", sagte Glock.

Existenzielle Sorgen hat indes der Super-Aguri-Rennstall. Das japanische Team hat Geldnöte und ist weiter auf der Suche nach Investoren. Teamchef Aguri Suzuki soll schon Motorenlieferant Honda um Hilfe gebeten haben. Die Präsentation des neuen Wagens hatte bereits abgesagt werden müssen. Bei den Tests wurden lediglich die Team-Trucks bewegt: Am Dienstag, als eine kleine Rumpftruppe unverrichteter Dinge die vorzeitige Abreise antrat.

Zeitentabelle Barcelona (26.2.):

1. Lewis Hamilton - McLaren - 1:21.234 - 82 Runden
2. Heikki Kovalainen - McLaren - 1:21.434 - 71 Runden
3. Kimi Raikkonen Ferrari - 1:21.722 - 72 Runden
4. Nico Rosberg Williams - 1:22.309 - 75 Runden
5. Felipe Massa Ferrari - 1:22.513 - 102 Runden
6. Giancarlo Fisichella - Force India - 1:22.516 - 102 Runden
7. Sebastian Vettel - Red Bull Racing - 1:22.558 - 110 Runden
8. Robert Kubica - BMW Sauber - 1:22.625 - 96 Runden
9. Jenson Button - Honda Racing - 1:22.659 - 67 Runden
10. Tonio Liuzzi - Force India - 1:22.942 - 89 Runden
11. Kazuki Nakajima - Williams - 1:22.977 - 100 Runden
12. Jarno Trulli Toyota - 1:23.023 - 98 Runden
13. Fernando Alonso - Renault - 1:23.112 - 79 Runden :
14. Rubens Barrichello - Honda Racing - 1:23.159 - 74 Runden
15. Nick Heidfeld - BMW Sauber - 1:23.284 - 77 Runden
16. Sebastien Bourdais - Toro Rosso - 1:23.323 - 98 Runden
17. Mark Webber - Red Bull Racing - 1:23.458 - 58 Runden
18. Nelson Piquet - Renault - 1:23.467 - 45 Runden
19. Timo Glock - Toyota - 1:23.561 - 80 Runden

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