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Barcelona-Test

Enge Kiste

Foto: dpa

Update + + Wenn die kommende Saison ähnlich spannend beginnt wie der Abschlusstest in Barcelona, können sich die F1-Fans bereits jetzt freuen. Die ersten 13 Piloten lagen am Montag (25.2.) nur eine Sekunde auseinander.

25.02.2008

Dabei mussten die Teams wie schon vergangene Woche zunächst mit feuchten Wetterbedingungen kämpfen. McLaren machte aus der Not eine Tugend und übte zunächst Boxenstopps. Renault-Nachwuchsfahrer Nelson Piquet Jr. testete am Vormittag dagegen die Standfestigkeit der Boxenmauer. Auf der noch feuchten Einfahrt leistete sich der Brasilianer auf Slicks einen Ausrutscher und schlug in die Begrenzung ein.

Erst am Nachmittag trocknete die Strecke komplett ab und bot stabile Bedingungen für verwertbare Testprogramme. Trotz der unbedeutenden Bestzeiten ging es im Tages-Klassement bis zuletzt spannend und eng zu: Michael Schumacher musste sich im Ferrari erst in letzter Minute seinem Ferrari-Nachfolger Kimi Räikkönen geschlagen geben. Und selbst Lewis Hamilton war nur 0,152 Sekunden als Tagesschnellster voraus.

Kampfansage an die Konkurrenz

Rund anderthalb Jahre nach seinem Rücktritt aus der Formel 1 präsentierte sich der Rekordweltmeister am Montag bei Testfahrten in starker Form und richtete anschließend eine Kampfansage an die Konkurrenz. "Wir sind bereit, vom ersten Rennen an um den Sieg zu kämpfen", sagte der Ferrari-Berater knapp drei Wochen vor dem Saisonauftakt mit dem Großen Preis von Australien am 16. März.

"Der Fortschritt ist ziemlich klar. Und zwar überall", betonte "Feintuner" und Abruf-Tester Schumacher, der seinen Einsatz mit großer Freude absolvierte: "Es macht immer noch Spaß, wenn man es nicht zu oft macht." 83 Runden spulte der siebenmalige Weltmeister auf dem Circuit de Catalunya nahe Barcelona ab, die schnellste in 1:22,428 Minuten. Vizeweltmeister Hamilton war in seinem McLaren-Mercedes 0,152 Sekunden schneller, Champion Räikkönen fuhr erst in der Schlussphase des ersten von drei Testtagen noch vor seinen Ferrari-Vorgänger. Der Vorsprung: 0,109 Sekunden.

Schumacher war indes bereits voll des Lobes für den neuen F2008 und verriet gleich die Erfolgsformel. "Er ist in allen Bereichen dem F2007 überlegen. Das ist immer das Geheimnis der Formel 1: Wer vorne sein will, muss in allen Bereichen gut oder der Beste sein", sagte der PS-Pensionär, der mit Ferrari fünf seiner sieben WM-Titel eingefahren hatte.

Zweikampf um den Titel

Er rechnet mit einem erneuten Duell Rot gegen Silber, das in der vergangenen Saison mit lediglich einem Punkt Vorsprung nach 17 Rennen zugunsten der Marke aus Maranello entschieden worden war. "Es wird sehr interessant. Da sind die zwei Rivalen wie im letzten Jahr, hinter einigen anderen stehen noch Fragezeichen, was sie leisten können." Nach den jüngsten Eindrücken sei es ziemlich klar, dass Ferrari und McLaren vorn seien.

Erneut bestätigte allerdings auch Williams-Toyota seine starke Form. Kazuki Nakajima aus Japan schob sich auf den vierten Rang vor Heikki Kovalainen im zweiten McLaren-Mercedes, gleich dahinter folgte in Nico Rosberg aus Wiesbaden als bester deutscher Stammpilot der zweite Williams-Toyota-Mann. Vor seinem heimischen Publikum musste sich Renault-Rückkehrer Fernando Alonso mit dem eher enttäuschenden siebten Rang zufriedengeben. Nick Heidfeld aus Mönchengladbach wurde im BMW-Sauber Achter, Adrian Sutil aus Gräfelfing im neuen Force India VJM01 Neunter. Das deutsche Sextett komplettierten Sebastian Vettel aus Heppenheim als Elfter im Toro Rosso und Timo Glock. Der Wersauer kam im Toyota nicht über den dürftigen 13. Rang hinaus.

Schmierige Strecke

Sowohl Heidfeld als auch Vettel kamen mit ihren Wagen auf der feuchten Strecke einmal vom Kurs ab. "Die Strecke war schmierig", erklärte Schumacher. Zudem müssen die Piloten auch bei ihrer letzten Testperiode vor dem Saisonstart so wie in der gesamten Meisterschaft auf die Traktionskontrolle verzichten. "Es ist anders", kommentierte Schumacher das neue Fahrgefühl.

Für schlechte Nachrichten sorgte das Team Super Aguri. Wie schon zuletzt mussten die Japaner erneut den Test absagen. Immer noch soll es Probleme mit der Finanzierung des Rennstalls geben. Es wird sogar befürchtet, dass die beiden Boliden des Honda-Schwesterteams auch in Melbourne nicht an den Start gehen können.

Zeitentabelle Barcelona-Test (25.2.):

1. L. Hamilton - 1:22.276 - 78 Runden
2. K. Raikkonen - 1:22.319 - 82 Runden
3. M. Schumacher - 1:22.428 - 83 Runden
4. K. Nakajima - 1:22.724 - 54 Runden
5. H. Kovalinen - 1:22.852 - 71 Runden
6. N. Rosberg - 1:22.974 - 108 Runden
7. F. Alonso - 1:23.021 - 79 Runden
8. N. Heidfeld - 1:23.075 - 75 Runden
9. A. Sutil - 1:23.091 - 62 Runden
10. M. Webber - 1:23.115 - 71 Runden
11. S. Vettel - 1:23.188 - 95 Runden
12. V. Liuzzi - 1:23.239 - 43 Runden
13. T. Glock - 1:23.270 - 70 Runden
14. C. Klien - 1:23.442 - 42 Runden
15. N. Piquet - 1:23.609 - 86 Runden
16. K. Kobayashi - 1:23.880 - 29 Runden
17. R. Barrichello - 1:24.460 - 115 Runden
18. A. Wurz - 1:24.667 - 109 Runden
19. D. Coulthard - 1:24.826 - 25 Runden

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