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Barcelona-Testfahrten

Große Technikshow ab Samstag

Formel 1-Test, Barcelona, 01.03.2012, Nico Rosberg, Mercedes GP Foto: Schmidt 128 Bilder

Noch herrscht gespannte Ruhe an der Technikfront bei den Formel 1-Testfahrten in Barcelona. Abgesehen von einem neuen Frontflügel bei Williams und einem neuen Heckflügel bei Mercedes fahren die Auto nahezu unverändert zu letzter Woche. Ab Samstag werden dann die Neuheiten ausgepackt. HRT will sogar mit dem neuen Auto antreten. Und bei Marussia beten alle, dass Ende der Woche der vierte Heck-Crashtest bestanden wird.

01.03.2012 Michael Schmidt

Warten auf Samstag. So könnte man die Stimmung am ersten Testtag von Barcelona umschreiben. In der Nacht von Freitag auf Samstag und auch noch einmal von Samstag auf Sonntag wird in den Garagen das Licht nicht mehr ausgehen. Dann erst packen die Teams ihre letzte Technikoffensive aus. Der neue Frontflügel von Williams, der neue Heckflügel von Mercedes und die modifizierten Leitbleche am Sauber C31 sind nur ein Vorgeschmack. Gewissermaßen die Ruhe vor dem großen Sturm.

Updates bei Williams, Red Bull und Mercedes

Die späte Ankunft hat nicht nur damit zu tun, dass die Ingenieure ihre Geheimnisse so lange wie möglich geheimhalten wollen. "Alle arbeiten am letzten Anschlag", stöhnt Williams-Teammanager Dicke Stanford. Auch Williams wartet noch auf neue Teile, die am Sonntag eintreffen sollen. Wie man hört ein neuer Unterboden und eine geänderte Motorabdeckung.

Red Bull-Teammanager Jonathan Wheatley hat TV-Reporter Martin Brundle erzählt, dass bis Samstag ein großes Paket für den RB8 eintreffen soll. Mit Adrian Neweys letzten Geistesblitzen. Die Szene munkelt, dass man eine neue Auspufflösung sehen wird und dass dann vielleicht die Auflösung präsentiert wird, wo die Luft hingeht, die über den Briefkastenschlitz vor dem Cockpit angesaugt wird.

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh versprach bereits letzte Woche: "Bei uns kommt ein großes Upgrade, und nicht alles hat mit der Aerodynamik zu tun." Auch bei Mercedes wird noch ein Nachschlag erwartet. Ross Brawn erhofft sich davon einen signifikanten Schritt nach vorne, "doch wir gehen davon aus, dass auch die anderen zuschlagen werden. Gut möglich, dass sich alles neutralisiert."

Nur bei Ferrari redet keiner von Ausbaustufen oder Facelifts. Wer sein Auto nicht versteht, tut gut daran erst einmal herauszufinden, wo die Ursache liegt statt sich mit neuen Teilen weiter zu verwirren.

Ferrari mit Zeitproblem

Auch am neunten Testtag spulte Felipe Massa wieder viele Aerodynamiktests ab. Den Italienern läuft die Zeit davon. Deshalb hat man sich jetzt dazu entschieden, die vielversprechendste der vielen Konfigurationen als Testbasis zu nehmen. Jene, bei der die Auspuffrohre nach innen zeigen. Mit dieser Version will man auch nach Melbourne fliegen.

Am Donnerstag sollte eigentlich das Testprogramm beginnen: Setuparbeit, Reifenvergleiche, Dauerläufe. Doch davon war nicht viel zu sehen. Nur, dass man das Auto etwas weniger umbaut als in den Tagen zuvor. Andere Aerodynamikkonfigurationen werden im Augeblick nur im Windkanal und im Simulator weiterentwickelt.

Auch für HRT und Marussia wird es eng. HRT hat seinen letzten Crashtest bestanden. Die Belastungsprobe für den Überrollbügel hatte bis letzte Woche noch gefehlt. Nun versucht der spanische Rennstall, das neue Auto wenigstens noch am Sonntag in Barcelona auszuprobieren.

Timo Glock hat seinen Flug nach Spanien abgesagt. Der leidgeprüfte Marussia-Pilot radelt stattdessen um den Bodensee. Sein neues Auto ist letzte Woche durch den Crashtest gefallen. Angeblich zum dritten Mal den gleichen. Es handelt sich um den Heck-Crash. Ende der Woche muss alles klappen. Sonst ist sogar der Saisonauftakt in Melbourne in Gefahr.  

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