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Formel 1: Entwicklung bei Williams

Barrichello mehr Ingenieur als Rennfahrer

Rubens Barrichello Foto: Williams F1 7 Bilder

Rubens Barrichello hat zwei Wochen lang in Brasilien Kraft getankt. Doch der WM-Dritte von 2009 war zuhause in Sao Paulo nicht untätig. "Ich habe jeden Tag mit der Fabrik telefoniert." Zur Zeit ist Barrichello mehr Ingenieur als Rennfahrer.

07.05.2010 Michael Schmidt

Rubens Barrichello kommt auch in seiner Freizeit nicht zur Ruhe. Die Telefonleitung zur Williams-Fabrik in Grove glüht: "75 Prozent meiner Arbeit außerhalb des Autos verwende ich dazu, die Ingenieure anzutreiben, dass neue Entwicklungen ans Auto zu kommen. Die restlichen 25 Prozent bremse ich sie in ihrem Übereifer."

Barrichello kennt Tücken der Entwicklung

Mit der Erfahrung von 292 Grand Prix Rennen weiß der Routinier, worauf es bei der Entwicklung ankommt: "Manchmal ist es besser abzuwarten und ein Paket aus mehreren Komponenten einfließen zu lassen als jedes einzelne sofort einzubauen. Manchmal sind die Fortschritte einer einzelnen Entwicklung so klein, dass man isoliert betracht kaum einen Fortschritt feststellt. Das verunsichert nur", weiß der GP-Veteran aus Erfahrung. "Es gibt nichts einfacheres in der Formel 1, als sich in seinem Entwicklungsprogramm zu verirren."

Barrichello notiert zufrieden, dass die Ingenieure auf seine Vorschläge eingehen. "Williams war es gewohnt, jede kleine Neuigkeit sofort ans Auto zu bringen." Davon ist man abgerückt. Für Barcelona ist ein ganzes Paket bestehend aus Frontflügel, Unterboden und Seitenkästen angekündigt. Allerdings nur bei Barrichellos Auto, weil die Zeit fehlte zwei Exemplare der Modifikationen fertigzustellen. Die Ausbaustufe für Istanbul wird noch größer ausfallen. "In Barcelona werden wir noch nicht den ganz großen Fortschritt sehen", bremst der Brasilianer, "aber in Istanbul könnte es einen Sprung nach vorne geben."

Hülkenberg gesteht Fehler ein

Nico Hülkenbergs Eindruck, dass der Williams FW32 seit Saisonbeginn nie mehr so gut war wie beim letzten Test in Barcelona, relativiert Barrichello. "Im Vergleich zu den anderen stimmt das. Aber vielleicht sind die damals in Barcelona mit 20 Kilogramm mehr Sprit gefahren. Wenn ich mir nur unser Auto anschaue, dann fühlt es sich heute genauso an wie damals. In der Qualifikation kriegen wir es manchmal ganz gut hin, aber im Rennen bezahlen wir für unsere Defizite."

Noch ist der Rekordteilnehmer für Nico Hülkenberg einen Tick zu schnell. Doch der Deutsche will jetzt nicht mehr wie in den ersten Rennen mit dem Kopf durch die Wand, um das zu ändern. "Ich war in den ersten Rennen zu ungeduldig, habe geglaubt, dass ich Rubens sofort schlagen muss. Diese Ungeduld habe ich abgelegt. Die Formel 1 ist eine andere Liga als das was ich vorher gefahren bin. Da fahren die Besten der Besten. Ich habe gemerkt, wie viel ich hier noch lernen muss. Wenn ich mir vor Augen führe, wie ich mich in den ersten Rennen gesteigert habe, dann sehe ich schon eine Chance, ihn irgendwann zu schlagen."

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