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Formel 1: Rubens Barrichello über Michael Schumacher

"Michael kann mehr verlieren als gewinnen"

GP Australien 2010 Foto: xpb 153 Bilder

Michael Schumacher bleibt ein Thema im Fahrerlager. Zumindest für die Medien. Die Fahrer reagieren zunehmend gereizt, wenn sie nach ihren Eindrücken zu Michael Schumacher gefragt werden. Keiner traut sich aus der Deckung. Nur Rubens Barrichello hat eine kritische Meinung.

26.03.2010 Michael Schmidt

Nach dem Saisonauftakt in Bahrain stand das Comeback von Michael Schumacher im Mittelpunkt der Diskussionen. Vorallem die Tatsache, dass Teamkollege Nico Rosberg schneller war. Schumacher sagt selbst: "Es ist nach drei Jahren Pause keine Schande gegen Nico zu verlieren. Wir haben das Maximum dessen erreicht, was mit dem Auto in Bahrain möglich war." Trotzdem fragt die Szene: Kann der Rekordweltmeister im internen Duell den Spieß umdrehen, und wenn ja, wie lange dauert es?

Webber: "Schumacher nie unterschätzen"

Schumachers Kollegen warnen vor voreiligen Schlüssen. "Wir reden von einem Rennen", relativiert Mark Webber. "Michael muss sich in einer für ihn neuen Rennkategorie zurechtfinden, und ihm standen dafür nur limitiert Testfahrten zur Verfügung. Man darf ihn nie unterschätzen." Der Australier sagt auch: "Michael startet gerade seine zweite Karriere. Die erste war außergewöhnlich, und ich ziehe meinen Hut davor, dass er den Mut hat zurückzukehren. Sein Team hat das Ziel, den Titel zu verteidigen. Ein Weltmeisterteam muss dieses Ziel haben. Im Moment sind sie noch nicht in dieser Form, aber wenn es einen Fahrer gibt, der die Energie und den Einfluss hat, sein Team voranzutreiben, dann ist das Michael."

Senna: "Talent verschwindet nicht"

Vitaly Petrov bricht eine Lanze für Nico Rosberg: "Nico ist kein langsamer Fahrer. Er war nur in den letzten Jahren nicht im stärksten Team, um zu zeigen, was er kann. Aber ich bin mir sicher, dass Michael bald aufwachen wird." Jarno Trulli kann die Meinung von Petrov nur unterschreiben: "Michael braucht noch Zeit seinen Rhythmus zu finden. Aber für mich ist Nico um keinen Deut langsamer. Es wird für Michael ein hartes Stück Arbeit, sich in seine neue Karriere hineinzufinden und seinen Teamkollegen zu schlagen."

Bruno Senna fügt hinzu: "Talent verschwindet nicht so einfach. Es gibt keinen Grund, an Schumacher zu zweifeln." Für Fernando Alonso ist alles nur eine Frage der Zeit, bis sein WM-Gegner von 2006 auf vollen Touren läuft. "Ich erwarte einen starken Michael Schumacher. Er hat nichts verlernt. Es ist für uns alle gut, dass er wieder da ist. Er wertet die Formel 1 auf."

Barrichello: "Es ist nur eine Frage der Zeit"

Ex-Teamkollege Rubens Barrichello sieht den Fall Schumacher differenziert. Auch er warnt, den siebenfachen Weltmeister vorschnell abzuschreiben: "Wir alle wissen, was für ein außergewöhnlicher Fahrer Michael ist. Ich lasse nicht gelten, dass die aktuelle Reifengeneration schlecht für Michael ist. Er ist so ein guter Fahrer, dass er seinen Fahrstil an jeden Reifentyp anpassen kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis es soweit ist."

Barrichello gibt jedoch zu bedenken, dass der Deutsche Superstar in Bezug auf sein Image mit dem Feuer spielt: "Eines ist klar. Wenn ein so erfolgreicher Fahrer zurückkehrt, dann hat er mehr zu verlieren als zu gewinnen." Für den Fall, dass es mit dem Gewinnen noch etwas dauert, sieht Barrichello nur einen Weg, damit klarzukommen: "Wenn Michael zurückgekommen ist, weil er wieder Spaß haben wollte, dann hat er damit kein Problem. Der Spaßfaktor hat auch mich über die beiden Honda-Jahre 2007 und 2008 gerettet. Du musst dir neue Ziele setzen, wenn es dir dein Auto nicht erlaubt, vorne mitzufahren."

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