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Formel 1: Barrichello im Glück

Barrichellos Lenkradwurf bleibt ungestraft

Rubens Barrichello Crash Foto: dpa 30 Bilder

Neben Michael Schumacher sorgte auch Rubens Barrichello in Monaco für viele Diskussionen. Der frustrierte Lenkradwurf nach dem seinem Highspeed-Crash blieb jedoch ungestraft. Zu verdanken hatte Barrichello das wohl auch seinem ehemaligen Ferrari-Teamkollegen.

19.05.2010 Tobias Grüner

In der 31. Runde des Grand Prix Monaco schwenkten die Marshalls plötzlich am Casino gelbe Flaggen. An einer Stelle, wo die Piloten mit weit über 250 km/h an den Leitplanken vorbeidonnern, fallen die Unfälle in der Regel teurer aus als gewöhnlich. Als die Kamera umschwenkt kommt auch schon ein qualmender Williams ins Bild. Der Bolide von Rubens Barrichello ist an einigen Ecken abgefeilt, die Aufhängungen an der linken Seite sind abgeknickt.

Erst in der Wiederholung wird klar, wie viel Glück der Brasilianer hatte, als ihm bei hoher Geschwindigkeit hinten das Rad nach einem Aufhängungsbruch wegknickte. Die Sicherheitszelle des Williams hält immerhin besser als die Aufhängung. Barrichelllo kann unverletzt aussteigen.
"Es sah am Fernsehen schlimmer aus, als es sich angefühlt hat", wird der Routinier später über seinen Unfall sagen.

33.000 Euro auf die Straße geschmissen

Vor dem Verlassen des Cockpits muss der Pilot jedoch das Lenkrad abziehen. Frustriert schmeißt Barrichello das Steuer neben sein Wrack. Doch das 33.000 Euro teure Hightech-Bauteil prallt unglücklich auf dem Asphalt auf, und springt einige Meter weiter direkt auf die Ideallinie. Der heranfliegende HRT von Karun Chandhok hat keine Chance und rumpelt direkt über das Lenkrad hinweg. Erst im Tunnel soll der Inder das unliebsame Williams-Zubehör wieder ausgespuckt haben.

Barrichello ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. "Ich habe das Lenkrad geworfen, weil ich so schnell wie möglich raus wollte", erklärte Barrichello anschließend. "Nach dem Vorfall stand ich falsch herum auf der Straße und das Auto hatte Feuer gefangen." Eine absichtliche Gefährdung wies der Mann aus Sao Paulo weit von sich.

Rennleitung wollte sich Barrichello vornehmen

Trotzdem wollte die Rennleitung Barrichello offenbar zur Rechenschaft ziehen. Zumindest sollte der Grand Prix-Rekordhalter nach dem Rennen zu den Vorfall befragt werden. "Eigentlich hatte ich Barrichello auf meiner Liste", erzählte FIA-Chefkommissar Paul Gutjahr anschließend dem Schweizer "Blick". "Doch in der ganzen Hektik um den Fall Schumacher ging das Aufgebot an Barrichello verloren."

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