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Formel 1: Barrichello im Steinhage

Der sandgestrahlte Williams

Rubens Barrichello Foto: Williams F1 23 Bilder

Für Rubens Barrichello war nach der ersten K.O.-Runde in der Qualifikation von Barcelona Dienstschluss. Sein Williams sah bei der Rückkehr in die Box aus wie sandgestrahlt. Der Steinebeschuss durch Lewis Hamilton war aber nicht der Grund für Barrichellos frühes Ausscheiden.

09.05.2010 Michael Schmidt

Das hat Formel 1-Veteran Rubens Barrichello in 289 GP-Starts noch nicht erlebt. Als er nach der ersten Qualifikationsrunde zum GP Spanien als einer von sieben Geschlagenen aus seinem Williams stieg, da traute er seinen Augen nicht. Das ganze Auto sah aus wie sandgestrahlt. Auch sein Helm wies Einschusslöcher auf.

Löcher im Helm, Flügel und Querlenker

Der Brasilianer dokumentierte die Beschädigungen mit seiner Handykamera und zeigte die Fotos nachher im Fahrerlager herum. Front- und Heckflügel und die Leitbleche wiesen Löcher auf, der vordere rechte Querlenker zeigte ein Fingergroßes Loch. Was war geschehen? "Ich fuhr hinter Hamilton, als der ausgangs Kurve sechs über den Randstein hinausgedriftet ist und dabei voll auf dem Gas bleibt. Neben der Strecke lagen unheimlich viel Steine, und die hat er auf mich abgeschossen. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas solche Spuren an einem Formel 1-Auto zurücklassen kann."

Dem Kollegen gibt Barrichello keine Schuld, eher schon dem Streckenbetreiber. "Sie sollten darauf schauen, dass neben der Strecke nicht soviel Dreck liegt. Wenn dir die Steine ins Visier fliegen, kann es gefährlich werden."

Langsamer Williams und Verkehr

Der Beschuss durch den McLaren war laut Barrichello nicht der Grund, warum er zum ersten Mal in dieser Saison aus der ersten K.O.-Runde geflogen ist. "Ich hätte es auch mit dem beschädigten Auto geschafft. Aber in meinem letzten Versuch standen mir zwei langsame Autos im Weg." Insgesamt sei aber das Barcelona-Wochenende enttäuschend gewesen. Die neuen Teile, die Williams ans Auto schraubte, haben nicht wie gewünscht funktioniert. "Vielleicht kam die Änderung zu überstürzt", argwöhnte der Brasilianer. "In einigen Kurvenabschnitten habe ich Fortschritte gespürt, in anderen nicht. Wir müssen das Paket besser austesten."

Etwas beunruhigt Barrichello: "In letzter Zeit kamen die Windkanaldaten nicht mehr auf der Rennstrecke an. Das ist komisch, weil Williams bis vor kurzem noch sehr treffsicher war." Trauriges Fazit: "Wir haben seit dem letzten Test im Februar im Vergleich zu den anderen kaum Fortschritte gemacht." Mittlerweile tut sich noch eine zweite Baustelle auf. Immer häufiger sickert durch, dass die Cosworth-Motoren mit längerer Laufzeit überproportional viel Leistung verlieren. "Ich hatte einen älteren Motor als Hülkenberg im Auto", klagte Barrichello. "Nico war auf der Geraden sieben km/h schneller als ich. Der Unterschied ist zu groß."

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