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Berger

"Pott gleichmäßig aufteilen"

Foto: Red Bull

Toro Rosso-Mitbesitzer Gerhard Berger will, dass die kleinen Privatteams in Zukunft konkurrenzfähiger werden. Ein Vorschlag: Der gesamte Einnahmentopf soll künftig in gleichen Teilen auf die zehn Teams verteilt werden.

12.06.2008 Tobias Grüner

Das würde den kleineren Teams helfen und es wäre fairer, sagte Berger gegenüber der offiziellen F1-Webseite formula1.com. "Die Teams, die Rennen gewinnen, haben doch schon den Vorteil mehr Fernsehzeit zu bekommen, was ihnen wiederum bessere Möglichkeiten bei der Sponsorvermarktung gibt", sagte der ehemalige F1-Pilot.

Kostenproblem für Privatiers

Die wichtigste Frage für die Zukunft ist nach vor, wie die kleineren Teams ohne die Unterstützung großer Hersteller überleben können. Der Ausstieg von Super Aguri hat gezeigt, dass die Situation für die Privatiers immer schwieriger wird. Ein Weg in die richtige Richtung ist die geplante Limitierung der Budgets. Allerdings ist man sich im Fahrerlager noch immer nicht einig, wie die Obergrenzen in Zukunft genau gesetzt werden.

Auch Berger beklagt die Kontroverse zwischen den Teams: "Momentan gibt es einzelne Teams, die der Meinung sind, dass die Kosten kontrolliert werden müssen. Auf der anderen Seite befinden sich aber immer noch welche, die sagen, dass es kein Kosten-Problem gäbe und dass man so weitermachen solle wie bisher." Berger fordert, dass auch unabhängige Teams in Zukunft die Möglichkeit haben sollten, vorne mit zu fahren. "Immer Letzter zu sein, ist am Ende nicht erstrebenswert."

Erfolgsteams im Vorteil

Der Österreicher erklärt, dass zum Unterhalt eines Formel 1-Teams mindestens 120 bis 150 Millionen Euro nötig sind. Alleine durch die Werbemöglichkeiten lässt sich diese Summe bei den kleineren Rennställen nicht refinanzieren. Für Sponsoren lohnen sich größere Investitionen nicht. "Das funktioniert nur bei den Siegerteams mit einer langen Tradition. Wenn Du Ferrari bist, dann ist das ok, aber für kleinere im Aufbau befindliche Teams stellt das ein Problem dar."

Mit seinem Vorschlag, den Einnahmen-Pott gleichmäßig aufzuteilen, könnte man einen Ausgleich schaffen. Dabei spreche Berger nicht nur aus Toro Rosso-Sicht, sondern auch aus eigener Überzeugung. "Ron Dennis wird da nicht einer Meinung mit mir sein, aber ich denke, dass es das bessere System wäre."

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