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Bergers Wunschurteil

Foto: dpa 62 Bilder

Für Gerhard Berger war es das Wunschurteil. Lewis Hamilton ging in der Fuji-Affäre straffrei aus, und Bergers Fahrer Sebastian Vettel wurde rehabilitiert.

06.10.2007 Michael Schmidt

Statt einer Strafversetzung um zehn Startplätze gab es nur eine Verwarnung für die Kollision mit Mark Webber während der Safety-Car-Phase beim GP Japan. "Sebastian war doch gestraft genug", sagt Toro Rosso-Mitbesitzer Berger: "Er hat den dritten Platz und sechs Punkte verloren." Den Zählern trauert Berger noch heute, sechs Tage nach Fuji nach: "Damit wären alle unsere Probleme gelöst gewesen."

Bei Regen ist alles möglich

Jetzt hofft der Österreicher, dass es am Sonntag wie vorhergesagt regnet: "Sebastian kann jetzt etwas weiter vorne starten als das mit der Strafe der Fall gewesen wäre. Und im Regen ist bei ihm alles möglich." Toro Rosso bereitete sich schon am Freitag auf ein Regenrennen vor. Das war auch der Grund für die enttäuschenden Rundenzeiten.

Auch Lewis Hamilton strahlte nach der Urteilsverkündung. Der WM-Spitzenreiter fand aber auch kritische Worte: "Es gab zu viele komische Geschichten in diesem Jahr, und oft wurde ich als der böse Bube hingestellt. Ich fahre hart, aber fair. Solche Dinge schaden dem Sport, aber sie sind offenbar ein Teil davon." Hamilton war bei der Fahrerbesprechung von seinen Kollegen schwer unter Beschuss geraten.

Hamilton muss sich erklären

Vor allem Mark Webber und Alexander Wurz kritisierten den 22-jährigen Engländer. "Erst redet er, dass man hinter dem Safety-Car keine Spielchen treiben soll, dann macht er sie selbst." Nach der Fahrerbesprechung ging es für Hamilton, Vettel und Webber direkt zur Verhandlung mit den drei Sportkommissaren Tony Scott-Andrews, Hermann Tomczyk und Gao Xuachun. "Wir haben uns alle Videos noch einmal angeschaut, und dann wurden uns von den Kommissaren Fragen gestellt", berichtet Vettel. Hamilton wurde gefragt, warum er Kurve 13 so weit außen anfahre, und warum er so stark abgebremst habe.

Der McLaren-Pilot antwortete, dass er in jeder Runde so gefahren sei, und dass er die Bremsen auf Temperatur halten wollte. "Ich wollte keinen hinter mir gefährden." Zum Schluss rang sich Hamilton gegenüber seinen Kollegen zu einer Entschuldigung durch: "Wenn euch das Manöver irritiert hat, dann tut es mir leid. Ich wollte bestimmt keinen Unfall provozieren."

Die Sitzung endete mit dem Versprechen, beim nächsten Mal nicht so extrem Stop and Go zu fahren. FIA-Rennleiter Charlie Whiting hatte schon bei der Fahrerbesprechung die Gemüter beruhigt: "Wenn Hamilton etwas falsch gemacht hat, dann müssten wir auch zehn andere Fahrer bestrafen."

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